Streit über Ritterfahrt (Z73): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
=== A Einleitung (1–43) ===
Der Sprecher betont, dass Liebende miteinander über die Minne sprechen und einander viele Fragen stellen sollen, da wahre Liebe den Verstand schärft und Freude verleiht. Er berichtet von zwei edlen Paaren, deren Männer beschließen, ins Heilige Land zu ziehen, um sich ritterlich zu bewähren. Zuvor wollen sie jedoch ihre Geliebten um Rat und Erlaubnis bitten.


=== B Gespräch des ersten Paares (44–67) ===
Der erste Mann bittet seine Geliebte um Zustimmung zu seiner Reise. Trotz des Schmerzes über die Trennung lässt sie ihn ziehen, verspricht Gebete und spricht einen Segenswunsch aus, damit er heil, geehrt und beschützt zurückkehre.
=== C Gespräch des zweiten Paares (68–85) ===
Der zweite Mann äußert denselben Wunsch und bittet um Rat. Seine Geliebte lehnt ab: Viele Ritter könnten auch in der Heimat Ehre gewinnen, und sie fürchtet seinen Tod in der Fremde. Sie rät ihm, im Dienst seines Herrn zu bleiben.
=== D Belauschtes Streitgespräch zwischen den Damen (86–156) ===
Die erste Dame tadelt die zweite für ihre Weigerung. Diese entgegnet, der Tod des Geliebten wäre unerträglich. Die erste Dame verweist auf Gottes Willen und den himmlischen Lohn eines im Kampf Gefallenen. Die zweite hält dagegen, dass sein Leben wichtiger sei und er seinem Herrn fehlen würde. Beide werfen einander vor, falsch zu handeln, und der Streit eskaliert.
=== E Schluss (157–164) ===
Ein alter Mann, der das Gespräch belauscht hat, tadelt die Frauen für ihre heftigen Worte, worauf beide verstummen. Der Sprecher fordert das Publikum auf zu entscheiden, welche der beiden die bessere Gesinnung gezeigt habe.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], Band 1, S. 1078f.)


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Aktuelle Version vom 8. April 2026, 19:09 Uhr

Streit über Ritterfahrt (Z73)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung 1405-1408
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Brüssel, KBR: 15589-623, 151ra-152ra
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1078f.

Inhalt

A Einleitung (1–43)

Der Sprecher betont, dass Liebende miteinander über die Minne sprechen und einander viele Fragen stellen sollen, da wahre Liebe den Verstand schärft und Freude verleiht. Er berichtet von zwei edlen Paaren, deren Männer beschließen, ins Heilige Land zu ziehen, um sich ritterlich zu bewähren. Zuvor wollen sie jedoch ihre Geliebten um Rat und Erlaubnis bitten.

B Gespräch des ersten Paares (44–67)

Der erste Mann bittet seine Geliebte um Zustimmung zu seiner Reise. Trotz des Schmerzes über die Trennung lässt sie ihn ziehen, verspricht Gebete und spricht einen Segenswunsch aus, damit er heil, geehrt und beschützt zurückkehre.

C Gespräch des zweiten Paares (68–85)

Der zweite Mann äußert denselben Wunsch und bittet um Rat. Seine Geliebte lehnt ab: Viele Ritter könnten auch in der Heimat Ehre gewinnen, und sie fürchtet seinen Tod in der Fremde. Sie rät ihm, im Dienst seines Herrn zu bleiben.

D Belauschtes Streitgespräch zwischen den Damen (86–156)

Die erste Dame tadelt die zweite für ihre Weigerung. Diese entgegnet, der Tod des Geliebten wäre unerträglich. Die erste Dame verweist auf Gottes Willen und den himmlischen Lohn eines im Kampf Gefallenen. Die zweite hält dagegen, dass sein Leben wichtiger sei und er seinem Herrn fehlen würde. Beide werfen einander vor, falsch zu handeln, und der Streit eskaliert.

E Schluss (157–164)

Ein alter Mann, der das Gespräch belauscht hat, tadelt die Frauen für ihre heftigen Worte, worauf beide verstummen. Der Sprecher fordert das Publikum auf zu entscheiden, welche der beiden die bessere Gesinnung gezeigt habe.

(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1078f.)