Pflanzenallegorese C (Z75c): Unterschied zwischen den Versionen

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Dieser Text ist Bestandteil der Textreihe [[Pflanzenallegorese (Z75)]].
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==Inhalt==
#Eichenblätter – Standhaftigkeit und Beständigkeit.
#Espen – Anfangsängste in der Liebe; Furcht vor üblem Gerede.
#Birken – Zucht, Strenge und ordnendes Verhalten.
#Maßholderblätter – Treue und Beständigkeit trotz Trennung.
#Kastanien – Wachsende Zuneigung: „je länger, je lieber“.
#Tannen – Kurz aufflammende, vergängliche Leidenschaft.
#Brunnenkresse – Dienstbereitschaft bis zum Tod; Hoffnung auf Anerkennung trotz Widrigkeiten.
#Heide – Neigung zur Einsamkeit; Bewährung in Gemeinschaft Gleichgesinnter.
#Schoten/Erbsen – Vergänglichkeit: „aus den Augen, aus dem Sinn“.
#Hopfen – Oberflächliche Treue; viel Gerede, wenig Substanz.
#Gamander – Redseligkeit und Unbeständigkeit.
#Kornblumen – Wankelmut und Unbeständigkeit.
#Mandelblüte (ohne Laub) – verfrühtes Liebesgeständnis.
#Mandelblüte (mit Laub und Frucht) – hart errungener Lohn; süße Belohnung tugendhafter Liebe.
#Blauer Rittersporn – Beständigkeit in Liebe und Leid.
#Gelber Rittersporn – Unerschütterliche Treue trotz langer Ungnade; Aussicht auf Vergütung.
#Vergissmeinnicht – Hoffnungsvolles Gedenken; freudiges Erinnern.
#Hornungsblume – Leichtes Aufgeben bei geringer Freude.
#Augenweide – Anhaltendes Wohlgefallen am Geliebten.
#Maiblumen – Freudiger Beginn der Liebe; Hoffnung auf weiteres Glück.
#Wegweise (Wegwarte) – Suche nach moralischer Orientierung; auf dem rechten Weg sein wollen.
#Rupfblumen – Unsicherheit über Liebesaussichten; Fragen von Gerechtigkeit in der Liebe.
#Rosen – Minne in Ehre; Bitten auf Basis von Wertschätzung; Partner als „Alter Ego“.
#Holder – Gewogenheit; zugleich Gefahr treubrüchiger Liebe.
#(Wohl)gemut – Fröhlichkeit; behutsames Kränzebinden.
#Clauterblume – Warnung vor Verwechslung mit Gesellschaftsblümlein; Unstetigkeit.
#Kletten – Allerweltsliebling; allgemeine Beliebtheit.
#Sengnesseln – Heiß brennende Liebe; Empfehlung: weiße oder rote Blüten.
#Disteln – Störrische, widerspenstige Geliebte.
#Disteln mit Blüten – Zeichen unerwünschter Liebe.
#Hagedorn – Schüchternheit und Zurückhaltung.
#Schlehen – Furcht und Misstrauen.
#Veilchen – Verschwiegenheit; heimlicher, beständiger Dienst.
#Immergrün – Stetes Gedenken und Vermissen.
#Nägelein + Augenweideblätter – Treue, Verlust und anhaltendes Gedenken (gemischte Deutungen).
#Gesellschaftsblümlein – Inbegriff guter Geselligkeit; Treue als Prüfstein; Klage über Tugendverlust.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], Band 1, S. 1086-1088)


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Aktuelle Version vom 8. April 2026, 19:38 Uhr

Pflanzenallegorese C (Z75c); Bedeutung der Blumen und Blätter

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1490
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Trier, Stadtbibliothek: Hs. 1120/128a 4°, 31r-34v
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1086-1088; Zapf, Volker: Bedeutung der Blätter und Blumen

Dieser Text ist Bestandteil der Textreihe Pflanzenallegorese (Z75).

Inhalt

  1. Eichenblätter – Standhaftigkeit und Beständigkeit.
  2. Espen – Anfangsängste in der Liebe; Furcht vor üblem Gerede.
  3. Birken – Zucht, Strenge und ordnendes Verhalten.
  4. Maßholderblätter – Treue und Beständigkeit trotz Trennung.
  5. Kastanien – Wachsende Zuneigung: „je länger, je lieber“.
  6. Tannen – Kurz aufflammende, vergängliche Leidenschaft.
  7. Brunnenkresse – Dienstbereitschaft bis zum Tod; Hoffnung auf Anerkennung trotz Widrigkeiten.
  8. Heide – Neigung zur Einsamkeit; Bewährung in Gemeinschaft Gleichgesinnter.
  9. Schoten/Erbsen – Vergänglichkeit: „aus den Augen, aus dem Sinn“.
  10. Hopfen – Oberflächliche Treue; viel Gerede, wenig Substanz.
  11. Gamander – Redseligkeit und Unbeständigkeit.
  12. Kornblumen – Wankelmut und Unbeständigkeit.
  13. Mandelblüte (ohne Laub) – verfrühtes Liebesgeständnis.
  14. Mandelblüte (mit Laub und Frucht) – hart errungener Lohn; süße Belohnung tugendhafter Liebe.
  15. Blauer Rittersporn – Beständigkeit in Liebe und Leid.
  16. Gelber Rittersporn – Unerschütterliche Treue trotz langer Ungnade; Aussicht auf Vergütung.
  17. Vergissmeinnicht – Hoffnungsvolles Gedenken; freudiges Erinnern.
  18. Hornungsblume – Leichtes Aufgeben bei geringer Freude.
  19. Augenweide – Anhaltendes Wohlgefallen am Geliebten.
  20. Maiblumen – Freudiger Beginn der Liebe; Hoffnung auf weiteres Glück.
  21. Wegweise (Wegwarte) – Suche nach moralischer Orientierung; auf dem rechten Weg sein wollen.
  22. Rupfblumen – Unsicherheit über Liebesaussichten; Fragen von Gerechtigkeit in der Liebe.
  23. Rosen – Minne in Ehre; Bitten auf Basis von Wertschätzung; Partner als „Alter Ego“.
  24. Holder – Gewogenheit; zugleich Gefahr treubrüchiger Liebe.
  25. (Wohl)gemut – Fröhlichkeit; behutsames Kränzebinden.
  26. Clauterblume – Warnung vor Verwechslung mit Gesellschaftsblümlein; Unstetigkeit.
  27. Kletten – Allerweltsliebling; allgemeine Beliebtheit.
  28. Sengnesseln – Heiß brennende Liebe; Empfehlung: weiße oder rote Blüten.
  29. Disteln – Störrische, widerspenstige Geliebte.
  30. Disteln mit Blüten – Zeichen unerwünschter Liebe.
  31. Hagedorn – Schüchternheit und Zurückhaltung.
  32. Schlehen – Furcht und Misstrauen.
  33. Veilchen – Verschwiegenheit; heimlicher, beständiger Dienst.
  34. Immergrün – Stetes Gedenken und Vermissen.
  35. Nägelein + Augenweideblätter – Treue, Verlust und anhaltendes Gedenken (gemischte Deutungen).
  36. Gesellschaftsblümlein – Inbegriff guter Geselligkeit; Treue als Prüfstein; Klage über Tugendverlust.

(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1086-1088)