Spruchgedicht (Z82): Unterschied zwischen den Versionen
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Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Einzeltext | namen = Spruchgedicht (Z82) | autorin = Anon. | entstehungszeit = Überlieferung um 1433 | entstehungsort = | auftraggeberin = | überlieferung = Karlsruhe, Badische Landesbibliothek: Hs. Donauschingen 104, 241rb-241vb | ausgaben = | übersetzungen = | forschung = Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1102 }} Kategorie:Quelle Minnerede“ |
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#Ein Sprecher betont, dass wahre Minne Mühe kostet, und versichert seiner Dame Dienstbereitschaft und Leidenswillen. | |||
#Ein Mann klagt über seine Sehnsucht: Er würde sich gern der Minne hingeben, findet aber keine Geliebte und wäre bei erwiderter Liebe für immer zufrieden. | |||
#Es folgt eine derb formulierte Schelte gegen Juden, Prostituierte und Kleriker bzw. Weise, die angeblich viele Menschen narren. | |||
#Ein Liebender beklagt scherzhaft seine Furcht vor dem Zorn der Dame, so wie der Löwe den Schlag des Hundes fürchtet, und fragt, ob Minne Spiel oder Ernst sei. | |||
#Frau Minne sendet ihrem treuesten Diener eine Botschaft und einen Brief, den er binnen acht Tagen seiner Herrin überbringen soll, deretwegen er leidet. | |||
#Eine Sprecherin erklärt, wie sehr sie der Anblick ihres Herrn beruhigt und dass sie ihm treu bleiben will. | |||
#Ein Mann klagt über die zerstörerische Kraft der rechten Minne, wünscht sich den Beistand der Venus und beschreibt sein verborgenes Leid, das die Geliebte lindern könnte; er wäre zu beständiger Treue bereit, wenn sie erwidert würde. | |||
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Aktuelle Version vom 8. April 2026, 20:10 Uhr
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Spruchgedicht (Z82) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1433 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Karlsruhe, Badische Landesbibliothek: Hs. Donauschingen 104, 241rb-241vb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1102 |
Inhalt
- Ein Sprecher betont, dass wahre Minne Mühe kostet, und versichert seiner Dame Dienstbereitschaft und Leidenswillen.
- Ein Mann klagt über seine Sehnsucht: Er würde sich gern der Minne hingeben, findet aber keine Geliebte und wäre bei erwiderter Liebe für immer zufrieden.
- Es folgt eine derb formulierte Schelte gegen Juden, Prostituierte und Kleriker bzw. Weise, die angeblich viele Menschen narren.
- Ein Liebender beklagt scherzhaft seine Furcht vor dem Zorn der Dame, so wie der Löwe den Schlag des Hundes fürchtet, und fragt, ob Minne Spiel oder Ernst sei.
- Frau Minne sendet ihrem treuesten Diener eine Botschaft und einen Brief, den er binnen acht Tagen seiner Herrin überbringen soll, deretwegen er leidet.
- Eine Sprecherin erklärt, wie sehr sie der Anblick ihres Herrn beruhigt und dass sie ihm treu bleiben will.
- Ein Mann klagt über die zerstörerische Kraft der rechten Minne, wünscht sich den Beistand der Venus und beschreibt sein verborgenes Leid, das die Geliebte lindern könnte; er wäre zu beständiger Treue bereit, wenn sie erwidert würde.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1102)