Lob der Frauen III (B270)
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Lob der Frauen III (B270) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung erstes Viertel 15. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Mgf. 922, 18ra-19ra |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Lob der Frauen III; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 423f. |
Inhalt
A Prolog
Der Sprecher berichtet, eine Dame habe ihn beauftragt, zum Neuen Jahr ein Gedicht zu verfassen, das den heilsamen Nutzen der Frauen preisen solle. Er erklärt jedoch, sein Geist sei zu schwerfällig, da er nie die Gunst einer Frau erfahren habe; diese Unfähigkeitsbeteuerung wiederholt er mehrfach. Sein einziger Trost sei die Hoffnung auf künftigen Minnelohn, der unsichtbar sei. Dennoch beteuert er, dass man auch ohne eigene Erfahrung Kompetenz im Minnediskurs gewinnen könne — durch die Schriften weiser Meister und durch Gespräche in höfischer wie städtischer Umgebung.
B Erster Frauenpreis
In direkter Apostrophe preist er die Frauen in blumigen Genitivbildern: Paradies der Wonne, Spiegel der Tugenden, Quelle veredelnder Wirkung auf die Männer. In dreifacher Anapher steigert er den Einfluss der Frau hyperbolisch bis zum Kaisertopos.
C Liebesbekenntnis
Er gesteht, dass er allem Gold der Welt eine Frau vorziehen würde, die ihm treu gewogen sei. Eine solche kenne er: sanft, beständig und überaus zart, fähig, sein Leid in Freude zu verwandeln.
D Zweiter Frauenpreis
Der Schluss — durch Blattverlust fragmentarisch — variiert und erweitert in einer durchbrochenen Anaphernkette die bisherigen Motive: die Frau als Leidvertreib, als Ursache und Heilerin der Minnewunden und als edle Erzieherin der nach höfischen Tugenden strebenden Männer.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 423f.)