Der Schiedspruch der Venus (B458b)
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Der Schiedspruch der Venus (B458b) | |
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| AutorIn | |
| Entstehungszeit | Mitte 14. Jhd. |
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| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Kunstgewerbemuseum: Inv. K 3065 |
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| Übersetzungen | |
| Forschung | Altenhöfer, Florian: Der Schiedspruch der Venus; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 813f. |
Inhalt
- Ein Ich‑Sprecher bittet seine Dame darum, ihn in ihren Minnedienst aufzunehmen.
- Die Dame reagiert verärgert, weist seine Werbung scharf zurück und rät ihm, weitere Versuche zu unterlassen.
- Der Sprecher bekennt erneut seine Liebe und versucht abermals, ihre Gunst zu gewinnen.
- Die Dame verspottet ihn und nennt sein Liebesleid eine bloße Affenheit.
- Der Sprecher fleht um Erhörung und trägt eine Klage über sein Leid vor.
- Die Dame lehnt ihn ab und erklärt, sie werde ihn erst erhören, wenn die Sonne rückwärts gehe.
- Der Sprecher beteuert seine Ergebenheit und droht, sie vor Frau Venus anzuklagen.
- Die Dame entgegnet, eine Klage vor Venus sei ihr völlig gleichgültig.
- Der Sprecher trägt Frau Venus seine Beschwerde vor und beklagt, seine Herrin hasse ihn ohne Grund.
- Venus fällt ihr Urteil: Eine edle Dame solle ihren treuen Diener von seinem Leid befreien und sich ihm zuwenden.
- Die Dame erklärt sich bereit, dem Gebot der Venus zu folgen und den Sprecher zu erhören.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 813f.)