Der beste Minnedienst (Z70)
|
Der beste Minnedienst (Z70) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung 1405-1408 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Brüssel, KBR 15589-623: 68rb-69ra |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1074f. |
Inhalt
A Frage nach dem rechten Minnedienst (1–44)
Mehrere Helden des Trojanerstoffs, darunter Menelaus, Hektor, Paris, Troilus und Pallidamas, versammeln sich bei Venus in Griechenland und sprechen über ihre Geliebten. In der Landschaft, aus der Paris die Frau des Königs entführt hat, bittet Hektor die Göttin, jeden zu befragen, was den rechten Minnedienst ausmache. Venus stimmt zu und fordert alle auf zu sagen, wie ein treu Liebender sich den Lohn der Minne verdienen solle.
B Antworten der Helden (45–124)
Menelaus hält Gesang, Musik, Tanz und höfische Unterhaltung für den besten Minnedienst, verbunden mit Klage über sein Liebesleid in Gegenwart der Dame. Hektor setzt auf ritterliche Bewährung im Kampf und die Mehrung der Ehre aller edlen Frauen, auch wenn dies sein Leben kostet. Paris betont die Nähe zur Geliebten und das Überzeugen durch Worte und Taten. Troilus stellt Treue und Ehre als Kern höfischen Minnedienstes heraus. Pallidamas schließlich hebt die Bedeutung von Boten, Briefen und Liebesgaben hervor, um im Gespräch mit der Geliebten zu bleiben und einen guten Ruf zu gewinnen.
C Urteil der Venus (125–140)
Venus wird gebeten zu entscheiden, wer den besten Minnedienst leistet und am meisten aus Liebe leidet. Sie verweigert zunächst ein Urteil und fordert alle auf, weiter über die Frage nachzudenken.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1074f.)