Die Jagd (Peter Suchenwirt) (B501)
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Die Jagd (B501) | |
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| AutorIn | Peter Suchenwirt |
| Entstehungszeit | Überlieferung ab Ende 14. Jahrhundert |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 13045, 157-159 Neidensteiner Handschrift (verschollen): Nr. 11 |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 940f. |
Inhalt
A Vorgedanken (1–7)
Der Sprecher folgt der Mahnung der Weisen, dass Übermut leicht in Sorge führt, und macht sich entschlossen auf die Suche nach Trost für seinen Kummer.
B Allegorie (8–66)
Er entfaltet das Bild eines Jägers, der seinen Lieblingshund anleint, ihn aber auf der richtigen Spur frei laufen lässt, und überträgt dieses Bild auf sich selbst: Sein Trost sei der Jäger, der sein Herz geführt habe, weshalb er einer Fährte ins Gebirge folgte, wo ihm das Herz nun weit voraus ist. Er setzt nach, begleitet von seinem Hund Liebe, der mit Ausdauer und Entschlossenheit jagt. Zwei Gewitter – Melde und Merke – bedrohen jedoch seine Freude, da sie die klaren Augen verdunkeln können, die zwei Herzen erst zur Jagd anspornen. Viele Jäger, so bemerkt er, bleiben im Tal und begnügen sich mit geringem Wild, doch er will nur im Gebirge jagen und dort auf Frau Saelde, Erlösung und Trost warten. Da man sagt, dass Wild mit der Dauer der Jagd ermüdet, will er sich unerschütterlich Hoffnung auf Erfolg bewahren und wünscht, ein zartes, liebliches Wildtier zähmen zu können.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 940f.)