Teuffelsberg (Enoch Widman)
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Teuffelsberg | |
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| AutorIn | Enoch Widman |
| Entstehungszeit | 1596 |
| Entstehungsort | Hof |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Ausgaben | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Übersetzungen | |
| Forschung | |
Der Text steht direkt nach dem Memorabile Gespenst im babstthumb waren gemein (Enoch Widman) und direkt vor Gute wolfeile zeit (Enoch Widman).
Text
[1] Was der satan für gauckelei und buberei bei dem Teuffelsberg allhie vor alters getriben und die furubergehenden, sonderlich bei der nacht, in die Saal und sonsten verführet und beschedigt, oder aber mit seltzamen gesichten erschrecket, das mancher darüber gestorben, ist aus seinem namen zu schlisen, indem er noch heutigs tags der Teuffelsberg genennet wird, auch darumb, dieweil bei unser voreltern Zeiten der böse feindt sich sichtiglich in unseglicher grosser gestalt sehen lassen, den einen fus uff dem Teuffelsberg, den andern uff dem Eichelberg gegenüber gehabt, auch ein warzeichen seines tritts gelassen, welchs man uff der einen seiten des Teuffelsbergs nochmal sihet, alß wann ein langer grosser trit darein gehauen were, wie man dann auch nach alter tradition ein runde figur, so ein wenig in den berg gesencket, den kindern zeiget, die man des teuffels schussel heiset, alß hetten ettwan die zauberinnen den satan allda gespeiset, oder were ihm im heidenthumb daselbsten geopfert worden. Die mitten, do derselb berg uffgespalten, hat man die helle genennet, vieleicht darumb, daß sich solche teuffelsgespenst darinnen uffgehalten und den leuten erschinnen sindt.
Anmerkungen
- ↑ Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 302. Marginalie: "Teuffelsberg".