Von rechter Liebe (Heinrich der Teichner) (B311)
|
Von rechter Liebe (B311) | |
|---|---|
| AutorIn | Heinrich der Teichner |
| Entstehungszeit | Um 1350-1370 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Mgf. 564, 158v-159r Berlin, Staatsbibliothek: Mgq. 361, 234f. Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2848, 262r Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 12889, 21v-22v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 485 |
Inhalt
Der Sprecher berichtet, eine vorbildliche Frau habe ihn gefragt, woran man echte Liebe erkenne. Seine Antwort: Der größte Schatz einer Frau sei ihre Ehre. Wahr liebt nur derjenige, der diese Ehre schützt und eher den Tod hinnähme, als sie zu beschädigen. Wer dagegen gegen ihre Ehre handelt, liebt nicht – seine Haltung gleiche der des Judas, der Gott verriet. Viele seien „Diebe der Minne“: Sie reden schön, handeln aber schlecht. Ihr Ziel sei allein, ihren Willen an der Frau durchzusetzen, um sie danach zu missachten. Das sei keine Liebe, sondern Schmach, Feindschaft und letztlich ein moralischer Mord. Wer wirklich liebt, kann nur ehrenhaft handeln. Mehr als höfliches Grüßen und gutes Gedenken dürfe nicht geschehen. Der Text endet mit der Autorsignatur Teichners.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 485)