Von sieben Blumen (B364)

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Von sieben Blumen (B364)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1481
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2940*, 41v-43r
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob: Von sieben Blumen; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 573f.

Inhalt

A Prolog (1–13)

Der Sprecher kündigt an, die sieben Blumen eines Kranzes auf Tugenden junger Damen auszulegen. Seine Deutung versteht er als Belehrung, als Dienst und als Wiedergabe einer Vorlage.

B Blumenallegorese (14–93)

Die sieben Blumen werden in nummerierten Abschnitten jeweils einer Tugend zugeordnet:

  1. Veilchen: Sinnbild für Tugend und gutes Benehmen junger Damen.
  2. Ringelblume: Tugendhaftigkeit, besonders im sprachlichen Umgang.
  3. Goldblume: Fröhliches, anmutiges Auftreten.
  4. Kornblume: Schlichte Treue und Absage an jede Falschheit.
  5. Akelei: Demut, da sie sich zum Boden neigt.
  6. Lilie: Mahnung zur Reinheit und zum Schutz vor Befleckung.
  7. Rose: Gutes Wirken in Worten und Taten, unabhängig vom Stand.

C Schluss (94–98)

Der Sprecher bekräftigt die Tugendlehre als Richtschnur für Jungfrauen und verspricht ihnen hohes Lob.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 573f.)