Die sechs Farben II (B373)
|
Die sechs Farben II (B373) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1450-75 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Mgq 361, 239-241 |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Die sechs Farben II; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 589 |
Inhalt
A Prolog (1f.)
Der Sprecher kündigt an, vom roten Mund zu berichten.
B Spaziergangseinleitung (3–36)
In heiterer Stimmung gelangt der Sprecher auf eine grüne Wiese, wo er einem Zwerg begegnet, der als Bote erkennbar ist. Dieser führt ihn in eine Höhle und verspricht Neuigkeiten. Nach einem kurzen, vom Sprecher missbilligten Verschwinden kehrt der Zwerg zurück und geleitet ihn zu drei Damen, die ihm den rechten Grund der Minne offenbaren sollen.
C Rede der Damen (36–88)
Die erste Dame beklagt gegenüber dem Sprecher Bauern, die sich für ritterliche Liebende hielten. Die zweite Dame erläutert die Bedeutung der Farben: Grün steht für den Beginn der Minne, Weiß für hoffnungsvolle Dienstbereitschaft, Gelb für erfüllte Wünsche, Rot für leidvolles Brennen, Blau für standhafte Treue, Schwarz für unerhörtes Leid trotz Beständigkeit. Sie mahnt den Liebenden, seinen Dienst auf dem Weg der Minne fortzuführen, um schließlich Freude zu erlangen, und schließt mit einem geistlichen Segen.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 589)