Von den Kleidern der Frauen (B388)
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Von den Kleidern der Frauen (B388) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1400 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Brüssel, KBR 15589-623, 102vb-103ra Den Haag, Koninklijke Bibliotheek: Cod. 128 E 2, 67ra-67va |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 609f. |
Inhalt
Der Sprecher preist die Minne als das Edelste überhaupt und verweist auf die neunmonatige Gegenwart Christi in Maria. Weil Christus sein Reich durch diese „Mutter der Frauen“ geschmückt habe, wolle er zeigen, wie die Natur ein Abbild Mariens hervorbringen könne. Er richtet sich an die edlen Frauen und entwirft für sie vier symbolische Kleider, die ohne Geld zu haben seien. Das erste Kleid ist die Reinheit, dargestellt als weißes Unterhemd, das stets getragen werden soll und niemals befleckt wird. Darüber komme das rote Kleid der Schamhaftigkeit, das unter dem Himmel seinesgleichen nicht habe. Hinzu trete ein blaues Oberkleid, die Beständigkeit, mit dem sich jede vernünftige und weise Frau schmücken solle. Alles zusammen werde von einem Mantel der Demut bedeckt, dem Anfang aller göttlichen Weisheit. Der Sprecher schließt mit dem Hinweis, er habe die Kleider der Frauenehre so gut beschrieben, wie er es vermöge.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 610)