Weiberzauber (Walther von Griven) (B391)

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Weiberzauber

AutorIn Walther von Griven (Grifen, Grieven)
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung London, British Library: Add. 24946, 73r-74r
Prag, Knihovna Národniho muzea: Cod. X A 12, 136v-137r
Wien, Österreichische Nationalbibliothek 2705, 113va-115ra
Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 222ra-222rb
Heidelberg, Universitätsbibliothek: Cpg 341, 219ra-219rb
Heidelberg, Universitätsbibliothek: Cpg 384, 121r-122r
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob: Walther von Griven; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 614f.

Inhalt

A Einleitung (1–12)

Der Sprecher berichtet, er höre oft die Klagen von Frauen über das Leid, das ihnen ihre Ehemänner zufügten. Er kündigt ein wirksames „Rezept“ an, das er aus Paris mitgebracht habe, wo Frauen ihre Männer durch besondere Mittel gefügig machten. Dieses Rezept lehre die Herstellung eines Pulvers aus Kräutern, mit dem Frauen die Zuneigung ihrer Männer gewinnen könnten.

B Rezept (13–44)

Das Rezept besteht aus zehn allegorischen Kräutern. Zuerst sollen Demut, weibliche Güte und Sanftmut in einem „reinen Gefäß“, also einem feindseligkeitsfreien Herzen, vermischt werden. Hinzu kommen angenehme Worte, gutes Benehmen, Keuschheit gegenüber anderen Männern, kluge Heimlichkeit, Zustimmung zu den Handlungen des Mannes, der Verzicht auf Untreuevorwürfe und schließlich eine heitere, ausgelassene Art.

C Schluss (45–52)

Eine Frau, die dieses Rezept befolge, könne ihren Mann lenken, ohne dass er sich dagegen wehren könne. Der Sprecher mahnt erneut, seine Lehre zu beherzigen, und verspricht Lohn und Ehre.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 614f.)