Von einem Kranz (Z61)
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Von einem Kranz (Z61) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1510 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 5919, 338v-340r |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Von einem Kranz; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1061f. |
Inhalt
A Liebesgaben und ein Brief (1–41)
Der Sprecher gehört zu einer Gruppe von Männern, die zur Fastnacht von unbekannten Damen Liebesgaben erhalten: Kränze mit schillernden Straußenfedern, an deren Kielen die Namensinitialen der Männer angebracht sind; zwei gefüllte Becher für die Johannesminne; schließlich einen kunstvoll gereimten Brief, dessen metrische Präzision besonders gelobt wird. In diesem Schreiben versichern die Damen ihre treue Zuneigung, grüßen die Männer und bitten sie, in ihrer „Gefangenschaft“ nicht zu verzagen, sondern sich an den kostbaren Gaben zu erfreuen.
B Reaktion (42–71)
Die Männer reagieren mit großer Freude: Sie tanzen, springen, jubeln und heben die Arme. Doch niemand kann trotz intensiver Beratungen herausfinden, wer die Damen sind, die ihnen diese Gaben geschickt haben. Auch der bedrängte Bote behauptet standhaft, seine Auftraggeberinnen nicht zu kennen. Die letzten Verse deuten an, dass die Damen mit „hübschen Listen“ einen „klugen Fund“ gemacht hätten, doch der Text bricht an dieser Stelle ab.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1061f.)