Süße Minne, gib mir Rat (Z66)
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Süße Minne, gib mir Rat (Z66) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung 1. Hälfte 14. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Göttingen, Staats- und Universitätsbibliothek: Cod Ms. W. Müller I,9, 1r-2v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1069f. |
Inhalt
A (1–36)
Die Minne beauftragt den Mann, ihre tägliche Klage jungen Frauen als warnendes Beispiel mitzuteilen und schriftlich festzuhalten. Als sie gehen will, bittet er sie inständig zu bleiben, da sie ihn nun umso stärker beherrsche. In mehrfacher Anrede fleht er um Hilfe, fragt nach seinem möglichen Fehlverhalten gegenüber der Geliebten, beklagt den scheinbar vergeblichen Dienst und bittet um eine neue Chance. Die Minne stimmt zu und wendet sich anschließend an Frau Glück. Der Text bricht ab.
B (37–72)
Die Minne rühmt die Helden des Trojanischen Krieges – darunter Agamemnon, Menelaos, Priamos, Paris, Helena, Achilles, Hector und Troilos – als vorbildliche Liebesritter, deren Tapferkeit aus der Liebe zu Frauen erwachsen sei. Ihre eigene Macht habe sie auch in der Liebe zwischen Eneas und Dido sowie in der Gründung Roms entfaltet. Der Text bricht erneut ab.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1069f.)