Exempel eines gottlosen schulers (Enoch Widman)
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Exempel eines gottlosen schulers | |
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| AutorIn | Enoch Widman |
| Entstehungszeit | 1596 |
| Entstehungsort | Hof |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Ausgaben | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Übersetzungen | |
| Forschung | |
Text
[1] Umb diese zeit des 1560. jars, alß Johannes Pflöckner, ein armer schuler, eines Schulmeisters zu Conradsreut sohn, mit andern seinesgleichen bösen buben an einem sonn- oder feiertag unter der vesper in der mittlern stuben der closterschul gespielet und allerlei mutwillen getrieben, hat er neben seinen gesellen ein unbekandtes klingeln und geleut vor der stuben gehört und, da solches zum dritten mal geschehen und die andern vor furcht und schrecken davongelauffen, ist Pflöckner vom teuffel zu einem fenster gegen dem schulhof herausgehencket worden, allda er sich gantz schwerlich enthalten können, biß man ihm nach vollendter vesper zu hulff kommen, hette sich sonsten uff dem pflaster zu tod fallen mussen.
Anmerkungen
- ↑ Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 15. Marginalie: "Exempel eines gottlosen schulers".