Abgewendeter Feuerschaden zu Weihnachten (Enoch Widman)

Aus Brevitas Wiki
Version vom 16. September 2026, 06:33 Uhr von Silvan Wagner (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Einzeltext | namen = Abgewendeter Feuerschaden zu Weihnachten | autorin = Enoch Widman | entstehungszeit = 1596 | entstehungsort = Hof | auftraggeberin = | überlieferung = Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) | ausgaben = Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) | übersetzungen = | forschung = }} ==Text== <ref>Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman,…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Abgewendeter Feuerschaden zu Weihnachten

AutorIn Enoch Widman
Entstehungszeit 1596
Entstehungsort Hof
AuftraggeberIn
Überlieferung Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Ausgaben Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Übersetzungen
Forschung

Text

[1] Am Heiligen Christtage,[2] morgens fru umb 3 hor, da man gleich anfing metten zu leuten und die grosse glocke wider ihren natürlichen guten klang einen fast traürigen und dimmerlichen hall von sich gab, in der grimmigsten harten kelte (welches ettliche uff des herren Superintendenten tödtlichen abgang, der da gleich ein monat hernach folgere, gedeutet) ereignete sich feur und kam über sich in herren magister Simson Mentzels haus, forne am marckt, darinnen die innwohnerin, neben den ihren unten in dem badstublein den abend zuvor gebadet, und das feur nicht recht verwahret hatte, dannen her es die nacht über sich gearbeitet, die decke oben im stublein erreichet und durchgebrandt, also [S. 625] daß einer, der darauff gestigen und leschen wollen, durchaus und hirunter in das badstublein gefallen, doch unbeschedigt widerumb herauskommen. Es wurde aber das feur bald gedempffet und erleschent, weil die leut an allen orten uffgestanden waren und die nachbarn uff der innwohnerin zuschreien gehling zuliefen und nechst Gott das beste theten, welches sonsten ohne diese gewunschete gelegenheit der mettenzeit (da man dennoch den kirchenactum unverhindert verrichtet) wann es lenger verhalten worden, ohne grossen schaden nicht abgangen were. Gott sei auch für diese gnad und wolthat lob und danck gesaget in ewigkeit amen, amen, amen.

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 624f. Überschift: "Feüersgefahr".
  2. 1611.