Das Wesen der Minne (B284)

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Das Wesen der Minne (B284); Vom Wesen der Minne I

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1470-1490
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Heidelberg, Universitätsbibliothek: Cpg 313, 250v-251v
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob: Vom Wesen der Minne I; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 443f.

Inhalt

A Prolog

Der Sprecher ruft die personifizierte Minne an und betont seine eigene Unzulänglichkeit. Anlass seines Dichtens scheint eine Liebesbeziehung zu sein. Er kündigt an, vom Wesen der mächtigen und leidbringenden Minne zu sprechen. Er berichtet, er habe geschlafen, doch sein waches Herz habe sich gefragt, was Minne sei — aus diesem Traum heraus sei das folgende „Märe“ entstanden.

B Definitionsreihe

In einer anaphorischen Folge ohne erkennbare Systematik beschreibt der Sprecher die Minne durch eine Vielzahl von Eigenschaften: ihre widersprüchlichen Wirkungen, ihre Flüchtigkeit, ihre zerstörerische Kraft ebenso wie ihre positiven Impulse. Die Reihe entfaltet das Phänomen als paradox, unberechenbar und zugleich grundlegend wirksam.

C Dienstversicherung

Angesichts dieser Macht verpflichtet sich der Sprecher zu ewigem, treuem Dienst an der Minne.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 443f.)