Die sieben Farben des Liebenden (B375)
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Die sieben Farben des Liebenden (B375) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1500 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 4348, 76r |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Die sieben Farben des Liebenden; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 590f. |
Inhalt
Der Text besteht aus sieben Vierzeilern, jeweils geteilt zwischen einer Sprecherin, die eine Farbe mit ihrem Liebeszustand verbindet, und einer zweiten Stimme, die sie duzt und ihre Aussage relativiert oder ihr widerspricht.
- Grün wolle sie tragen, weil ihre Liebe begonnen habe; er warnt vor dem traurigen Verlauf und Ende der Minne.
- Weiß trage sie aus Hochgestimmtheit; er rät zu Demut.
- Blau stehe für ihre Treueabsicht; er verweist auf die Schändlichkeit weltlicher Liebe.
- Rot zeige ihr Liebesfeuer; er warnt vor dem Verbrennen an der Minne und empfiehlt Enthaltsamkeit.
- Gelb trage sie, weil sie ihren Geliebten erhört habe; er kündigt spätere Reue an.
- Schwarz wähle sie aus Zorn; er bezeichnet Zorn als schlimmste Untugend.
- Grau trage sie wegen der Untreue des Geliebten; er rät, dies zu verdrängen, um länger zu leben.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 590f.)