Ein sehr langer man kombt hieher (Enoch Widman)
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Ein sehr langer man kombt hieher | |
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| AutorIn | Enoch Widman |
| Entstehungszeit | 1596 |
| Entstehungsort | Hof |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Ausgaben | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Übersetzungen | |
| Forschung | |
Der Text steht direkt nach dem Memorabile Geisterkirche (Enoch Widman).
Text
[1] So ist auch zu diser zeit ein sehr langer mann hiherkommen, welcher alle fenster, so eines gadens hoch von der erden gewesen, mit der hand erreichen und zum waren zeichen ein kandel, dafurstehend, herabnehmen und trincken konnen. Wunders halben hat man seine lenge mit einem roten creutz an das heußlein im Michelgeßlein geschrieben, darinnen damalß Peter Widman, ein kramer, mein anherr seliger gewohnet, welches hernach anno 1570, da man an S. Michelßkirchen gebauet, ist abgetragen und alß das geßlein erweitert worden, uff der rechten handt, wenn man aus S. Michelßkirchen gegen dem markt gehen will. Einen solchen langen mann, welcher fast zwo zimlicher mansleng gehabt, hette herzog Albert von Sachsen in seinem kriegsvolk, vor Groningen in Frießlandt, anno 1500 gesehehen.
Anmerkungen
- ↑ Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 293. Marginalie: "Ein sehr langer man kombt hieher".