Erhard Janott, ein altreuß allhie und teuffelskopff (Enoch Widman)

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Erhard Janott, ein altreuß allhie und teuffelskopff

AutorIn Enoch Widman
Entstehungszeit 1596
Entstehungsort Hof
AuftraggeberIn
Überlieferung Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Ausgaben Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Übersetzungen
Forschung

Text

[1] In diesem jar hat die pestilentz allhie hefftig regiret und bei 1400 personen hinweggeraffet. Und in diesem sterben hat Erhard Janott mit den krancken leuten ubel haußgehalten, dann da er derselben warten sollen, damit er nicht lang über ihn sitzen dörffte und desto mehr gelt verdienen köndte, hat er ettliche mit küssen erstecket, ettlichen die keel abgedrucket, eines theilß in der qual die köpff wider die wandt gestossen und hernach ihnen gelt und geltes werth gestolen; mit den Weibspersonen, indeme sie an der seuch kranck gelegen, auch wol mit den todten cörpern, gantz teuflisch abscheuliche hendel getrieben und zuletzt sein eigen weib mit fussen zu tod getreten, darumb er dann im folgenden 1546. jar seinen wirdigen wolverdinten lohn entpFangen, indeme er mit gluenden zangen gerissen und darauff geradbrechet worden.

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 352. Marginalie: "Pestilenz regiret allhie hefftig. Erhard Janott, ein altreuß allhie und teuffelskopff ".