Gespräch über die Minne (B518)
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Gespräch über die Minne (B518) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung erstes Viertel 15. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Mgf. 922, 12ra |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Gespräch über die Minne; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 979 |
Inhalt
A Gespräch (1–15)
Am Ende eines Gesprächs — offenbar nach einer Tirade gegen Klaffer oder Rühmer — will sich ein Ritter vom Sprecher verabschieden. Der Sprecher gibt ihm einen persönlichen Segenswunsch mit, doch den missliebigen „Minnefeind“ verflucht er drastisch, was der Ritter ihm sofort verbietet. Ironisch fragt der Ritter, wie man überhaupt noch ehrenhafte Menschen erkennen solle, wenn jeder vor Schande geschützt werde: Wer den Wolf vor den Schafen bewache, müsse sich nicht wundern, wenn Ordnung und Maß verloren gingen.
B Schluss (16)
Der Text endet abrupt: Der Sprecher stellt fest, dass es Tag werde und er und der Ritter nun schlafen gehen würden — ein widersprüchlicher, fast komischer Abschluss, da zuvor bereits von einer Verabschiedung die Rede war.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 979.)