Klopfan, klopfan! Tregstu gern spitzig schuch an (Hans Rosenplüt)
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Klopfan, klopfan! Tregstu gern spitzig schuch an | |
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| AutorIn | Hans Rosenplüt |
| Entstehungszeit | |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Cod. Quart 565, 65r-65v (online) (einzig bislang eingepflegter Zeuge; muss noch systematisch erfasst werden) |
| Ausgaben | Davis, Mary Catherine: Klopfan Kully, Elisabeth (Hg.): Codex Weimar Q 565, S. 169-171 Schade, Oskar: Klopfan, S. |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Davis, Mary Catherine: Klopfan |
Transkription[1]
Nach Q 565:
Klopffan Klopffann
Item klopffan
Tregstu gern spitzig schuch an
So gee nit vil für die thür
Das man dich nit bring für:
Vnd mit der zungen trag auff das rothawss
Dw mußt süst drey guld(en) geben heraus
Des man dich nit vertraidt
Dw schwerst dan dafur ain aydt
Wan man hat vernumen
Wie ein gros gueß wöll komen
Vnd wer stossen die prucken wegk
Vnd auch die stege
So bedarff man gros geltz zu
Das müssen zalen die spitzigen schuch
Darvmb las ander lewt die prucken pauen
Vnd verzere dasselbig mit schonen ffrauen
Das gibt dir ffreüd an allen schmertz(e)n
So einem das wee thut im hertz(e)n
So er von eines par schuchs wege(n)
Drey guld(en) auff das rothauß sol geben
Vnd darzu ist der lewt spot
Darvmb volg meine(M) Rate
Hüt dich daruo(r)
Thustus nit dw bist ein tor
Werstu Das lieb das ich verlor(e)n han
Nach dem ich lanng hab gegagt
Mit meinen schnellen windern
Vnd kund sein nyndert vinden
So will ich noch gage(n) So offt vnd vill
Mit winden vnd federspill
Als lang bis ich in in mein garn
So will ich im dan also [65v]mit farn
Das er kainer anndern begert
Was er will das ist er von mir gewert
Anmerkungen
- ↑ Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; moderne Unterscheidung von i und j; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.