Klopfan, mein schöne ros! Von dir hab ich alain trost (Hans Rosenplüt)

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Klopfan, mein schöne ros! Von dir hab ich alain trost

AutorIn Hans Rosenplüt
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Cod. Quart 565, 64r-64v (online) (einzig bislang eingepflegter Zeuge; muss noch systematisch erfasst werden)
Ausgaben Kully, Elisabeth (Hg.): Codex Weimar Q 565, S. 167f.
Schade, Oskar: Klopfan, S. 28
Übersetzungen
Forschung

Transkription[1]

Nach Q 565:

Klopffan Klopffan

Kloppffan mein schone ross
Von dir han ich allenn trost
Dw trostes mich als der stern mit seine(m) schein
Werstu der stern den ich du main
Den ich hewt hab gesehenn das bistu
Ich wolt das er tausent jar solt lebenn
So het ich freudenn also vill
Vnd alles das mein hertz will
Vor grosser lieb ich des nachtz nit schlaffe(n) mag
Wen ich gedenck das ich den stern nit gesehen hab
Vor grosser lieb ich des tags weder essen noch trincken \mag/
Wan ich desselben stern nit vergessenn mag
Vor grosser lieb mag ich nit frolich gesein
Ich west den(n) das der selbig stern mein solt sein
Ich hoff so het ich ffreudenn also uill
Wen mich der stern erfreuet warmit ich will
Er ist so helle mit seinem schein
Er geleichet dem edelen karfunckellstain
Der stern gibt vor hohikait wider schein
Wan(n) er mich erfreuet das er mein solt sein
Nit mer wolt ich begern vnd habenn
Allezeit wolt ich meinz kurtzweyll im hertz(n)n tragen
[64v]Des sternns wolt ich stet beleibenn
Vnnd wolt kaines andern wechsel treub(e)n
Ich dem stern so vil gutz gan
Ich wolt nit liebers fur in han
Das sag ich dir für ware
Got geb dir ein gutz seligs news jar
Ffar ffrolich vonn dannen
Vnd kum bis jar herwider an
Vnd klopff mit grossen freüden wider an

Anmerkungen

  1. Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; moderne Unterscheidung von i und j; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.