Liebesbrief (B79)
|
Liebesbrief (B79) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1410 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Brüssel, Königliche Bibliothek: 15589-623, 69ra-69rb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 133 |
Inhalt
A Gruß (1-20)
Der Sprecher sendet seiner Geliebten heimlich einen Gruß und wünscht ihr so viele gute Tage, wie Gott gewähren mag. Weil er aus Angst vor Verleumdung nicht mit ihr sprechen kann, schreibt er ihr. Tag und Nacht sucht er nach einem Weg, ihr zu begegnen, denn all seine Hoffnung ruht auf ihr.
B Bitte (21-38)
Er bittet sie, ihm zum Trost einen Brief oder eine Nachricht auf einer Tafel zu schicken – als spräche sie selbst zu ihm. Sehnsüchtig erwartet er den Tag, an dem sie ihn zu sich ruft, und versichert ihr seinen freiwilligen, lebenslangen Dienst, da ihre heimliche Liebe ihn gefangen habe. Sie möge seiner so denken, wie er ihrer denkt – wie Liebende einander im Herzen tragen.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 133)