Lob der Frauen von drei Papageien (B282)
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Lob der Frauen von drei Papageien (B282) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung 1405-1408 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Brüssel, KBR: 15589-623, 115vb-116ra |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 441 |
Inhalt
A Frauenlob der Papageien
Der Sprecher sieht einen Baum, auf dem drei Papageien sitzen. Der erste erklärt, gute Frauen seien der Leidvertreib seines Herzens. Der zweite preist makellose Frauen. Der dritte betont, dass tugendhafte und schöne Frauen die Zierde der Höfe seien; die folgenden Aussagen lassen sich ebenfalls noch seiner Rede zuordnen.
B Kommentar
Der Sprecher stimmt zu: Jeder — vom Ritter bis zum Schildknecht — würde für Frauen Leben und Besitz einsetzen. Aus den Schriften wisse er, dass selbst die weisesten Männer den Frauen untertan gewesen seien. Ein antiker Autor bezeuge, dass Frauen gnadenreich, hilfreich und gut seien. Der Sprecher will dies bekräftigen und verweist darauf, dass Frauen oft Frieden gestiftet hätten. Besonders meint er die „sonnengleiche“ Frau, also Maria: Ohne sie hätte der Feind die Menschen überwunden; durch sie seien sie von aller Trauer erlöst worden.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 441)