Schulfanne (Enoch Widman)

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Schulfanne

AutorIn Enoch Widman
Entstehungszeit 1596
Entstehungsort Hof
AuftraggeberIn
Überlieferung Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Ausgaben Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Übersetzungen
Forschung

Der Text folgt direkt auf Teuflische schulsturmerei (Enoch Widman).

Text

[1] Alß man dieses jar[2] das festum D. Gregorii nach gebrauch gehalten, do man junge schulerlein samlet und den schulern hernach ihre ergetzligkeit uff einer grunen wiesen vergönnet, darneben einen trunck bier und ettliche prezeln ihnen außtheilet, hat man die schöne neue schulfannen (welche der edle und gestrenge Georg von Kindßberg zum Wehrenstein etc. unserer schulen, darinnen er in seiner jugendt unterrichtet, zu ehren anno Christi 1592 machen und überantworten lassen, mit begeren, das allzeit einer aus den nobilibus, so darzu tüchtig, am tag des schulfestes dieselbe alß ein fendtrich tragen solle) das erste mal gebrauchet und haben dieselbe wechselsweis getragen junckherr Albert und Hans Adam von Wildenstein, item Wilhelm von Redwitz, weil es einem, indeme sie alle drei ettwas jung und zu schwach, allein zu tragen, zu viel sein wolte. Diese fanne hat drei blaue und drei weisse feldt, eines umb das andere durch abwechslung gesetzet, von cartheck oder daffet gemachet, daran uff der einen seiten des von Kindßperk wappen, uff der andern seiten das bildnus des ritters S. Georgen gemahlet ist.

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 478. Marginalie: "Schulfanne".
  2. 1594.