Minneklage (B67)
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Minneklage (B67) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Vor 2. Viertel 14. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Kassel, Landesbibliothek: 2° Ms. iurid. 25, 263v-264r |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Minneklage (aus Thüringen); Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 116f. |
Inhalt
Der Sprecher verzweifelt daran, dass die Geliebte ihn nicht beachtet, obwohl er sie unablässig im Herzen trägt. Ab Vers 17 spricht er sie direkt an und überhäuft sie mit mariologischen Bildern. Aus dem Lob ihrer Vollkommenheit wird eine Klage voller Sehnsucht, in der er immer wieder um Trost und Gnade bittet und auf seinen treuen Dienst verweist. Er betont seine Beständigkeit, Verschwiegenheit und ausschließliche Liebe; ein gemeinsames Leben mit ihr wäre ihm höher als jedes Gold. In der Bitte um Rettung vor dem Liebestod nennt er ihren Namen – Alkelin. Danach folgen mehrere Schlussansätze: ein Gruß, die Mahnung, ihn zum gemeinsamen Glück zu erhören, die Versicherung ihres guten Einflusses auf ihn und eine erneute dringliche Bitte um Erhörung. Am Ende spricht er einen Segen für beide und schließt mit "Amen".
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 116f.)