Göttinger Liebesbrief 9 (B135): Unterschied zwischen den Versionen
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| forschung = [[Altenhöfer, Florian: Edelend Schreiber]]; [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 175 | | forschung = [[Altenhöfer, Florian: Edelend Schreiber]]; [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 175 | ||
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==Inhalt== | |||
===A Gereimte Einleitung=== | |||
In acht Versen hebt der Brief den Wert des Schweigens hervor, beklagt die Schwierigkeiten einer öffentlich bekannten Liebe und betont, dass Treue ein seltener, festzuhaltender Gast sei. | |||
===B Antwort der Frau=== | |||
Sie bittet den Adressaten um Nachsicht, versichert, ihn nicht verspotten zu wollen, und kündigt die Rückzahlung des geliehenen Geldes an. Die Stoffverkäuferin sei noch nicht erschienen. Sie betont erneut, ihn nicht täuschen zu wollen – wäre ihr Mann Hans fort, könnte sie das beweisen. Hermann Konemund bedränge sie zwar ständig, doch denke sie nur an den Adressaten. Sie lädt ihn zur Hochzeit der Lyndeschen ein, bittet um einen Brief und schließt mit einer Segensformel und ihrer Namenssignatur. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 175) | |||
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Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 17:23 Uhr
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Göttinger Liebesbrief 9 (B135) | |
|---|---|
| AutorIn | Edelend Schreiber (gefälschte Signatur) |
| Entstehungszeit | 1458 |
| Entstehungsort | Göttingen |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Göttingen, Stadtarchiv: Nr. 620, Frgm. 9 |
| Ausgaben | Bockmann, Jörn/Busch, Nathanael (Hg.): Göttinger Liebesbriefe, S. 334f. Schmidt, Gustav: Erdichtete Liebesbriefe des XV. Jahrh. in niederdeutscher Sprache |
| Übersetzungen | Bockmann, Jörn/Busch, Nathanael (Hg.): Göttinger Liebesbriefe, S. 334f. |
| Forschung | Altenhöfer, Florian: Edelend Schreiber; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 175 |
Der Brief ist Teil der Briefserie Göttinger Liebesbriefe (Briefserie).
Inhalt
A Gereimte Einleitung
In acht Versen hebt der Brief den Wert des Schweigens hervor, beklagt die Schwierigkeiten einer öffentlich bekannten Liebe und betont, dass Treue ein seltener, festzuhaltender Gast sei.
B Antwort der Frau
Sie bittet den Adressaten um Nachsicht, versichert, ihn nicht verspotten zu wollen, und kündigt die Rückzahlung des geliehenen Geldes an. Die Stoffverkäuferin sei noch nicht erschienen. Sie betont erneut, ihn nicht täuschen zu wollen – wäre ihr Mann Hans fort, könnte sie das beweisen. Hermann Konemund bedränge sie zwar ständig, doch denke sie nur an den Adressaten. Sie lädt ihn zur Hochzeit der Lyndeschen ein, bittet um einen Brief und schließt mit einer Segensformel und ihrer Namenssignatur.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 175)