Göttinger Liebesbrief 10 (B136)
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Göttinger Liebesbrief 10 (B136) | |
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| AutorIn | Edelend Schreiber (gefälschte Signatur) |
| Entstehungszeit | 1458 |
| Entstehungsort | Göttingen |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Göttingen, Stadtarchiv: Nr. 620, Frgm. 10 |
| Ausgaben | Bockmann, Jörn/Busch, Nathanael (Hg.): Göttinger Liebesbriefe, S. 334-337 Schmidt, Gustav: Erdichtete Liebesbriefe des XV. Jahrh. in niederdeutscher Sprache |
| Übersetzungen | Bockmann, Jörn/Busch, Nathanael (Hg.): Göttinger Liebesbriefe, S. 334-337 |
| Forschung | Altenhöfer, Florian: Edelend Schreiber; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 176 |
Der Brief ist Teil der Briefserie Göttinger Liebesbriefe (Briefserie).
Inhalt
A Gereimte Einleitung
In vier Versen beklagt die Frau, dass sie ihm Gutes tue, er sie jedoch schlecht behandle.
B Hauptteil
Sie bestätigt, seinen beiden Bitten nachzukommen: Das Bändchen sei an den Badebeutel genäht, und niemandem in Göttingen schreibe sie lieber. Auch das gewünschte schwarze Tuch wolle sie schicken. Sie versichert ihren Dienst und klagt über Corde Hyllen, der eine ausstehende Zahlung einfordere. Deshalb bittet sie den Adressaten – aus Freundschaft, Liebe und weil sie für das Bändchen ausgelegt habe – um zwei Gulden. Die Rückzahlung verspreche sie binnen acht Tagen oder ersatzweise durch ein deutlich wertvolleres Schmuckstück. So wolle sie ihre Liebe beweisen. Sie erbittet einen Antwortbrief und verspricht, ihn künftig nie wieder um Geld zu bitten. Der Brief endet mit einer Segensformel und ihrer Namenssignatur.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 176)