Klage einer Nonne (Z49): Unterschied zwischen den Versionen
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Die Sprecherin, die sich selbst als „arme Nonne“ bezeichnet, beklagt, dass ihr ein weltliches Leben verwehrt bleibt. Statt der Vorzüge der Ehe – Ehre für Gott und sie selbst, Weitergabe des Lebens – müsse sie Missgunst und Ungeduld ertragen. Körperlich eingeschlossen, schweifen ihre Gedanken dennoch in die Welt. Sie zweifelt daran, ob ihr Leben Gott gefalle: Vor der Messe hätten sie getanzt und den Geboten des Teufels gehorcht. In Schande lebend, fürchte sie nach dem Tod die Hölle. Nun hoffe sie nur noch auf die Erfüllung körperlicher Sehnsucht. Am Ende verflucht sie denjenigen, der sie in diese Lage gebracht hat. | |||
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 1043f.) | |||
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Aktuelle Version vom 7. April 2026, 20:07 Uhr
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Klage einer Nonne (Z49) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung Mitte 16. Jahrhundert |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Druck Lübeck um 1548: Johann Bulhorn d.Ä. |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Klage einer Nonne; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1043f. |
Inhalt
Die Sprecherin, die sich selbst als „arme Nonne“ bezeichnet, beklagt, dass ihr ein weltliches Leben verwehrt bleibt. Statt der Vorzüge der Ehe – Ehre für Gott und sie selbst, Weitergabe des Lebens – müsse sie Missgunst und Ungeduld ertragen. Körperlich eingeschlossen, schweifen ihre Gedanken dennoch in die Welt. Sie zweifelt daran, ob ihr Leben Gott gefalle: Vor der Messe hätten sie getanzt und den Geboten des Teufels gehorcht. In Schande lebend, fürchte sie nach dem Tod die Hölle. Nun hoffe sie nur noch auf die Erfüllung körperlicher Sehnsucht. Am Ende verflucht sie denjenigen, der sie in diese Lage gebracht hat.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1043f.)