Eroberung der Stadt Fudana: Unterschied zwischen den Versionen

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== Transkription<ref>Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; moderne Unterscheidung von i und j; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.</ref> ==
== Transkription<ref>Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; moderne Unterscheidung von i und j; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.</ref> ==


'''Demnach der Vnüberwindlichst Fürst''' vnd herr, Herr '''Zagel''', mit der gewaltigen Weitberüembten, vessten vnd Edlen stat '''Fudanna''', Iren Wurzpüchsen vnd anderer darzugehöriger vhralter Priuilegien halber, vffsässig worden, Also, d(a)z solcher Ihr streit vff gepflogenen vnderhandlung<ref>Kully liest "underhandlungen".</ref>, vber alle Furgeschlagene mittel, nicht verglichen werden mögen, Sondern endlich gar Zu einer Offenen Vhed vnd Krieg gelangt, Zun denn<ref>Kully liest "Zu dem".</ref> bede Partheyen ein ernstlich Treffen einander angebotten<ref>Kully liest "dargebotten".</ref>, Zu welchem Ende sich der Furst mit grossenn vncosten, Zu allerley gemeinem Kriegsvolk Insunderheit vmb nachbeschribene Obersten vnd Befelchshabere Beworben, vnd allehie<ref>Kully liest "allezeit".</ref> Inn Bestallung gennom(m)en, Erstlich dem Herrn '''Von Standauff''', Zu einem Fenderich, den Von '''Kliebenbach''' Zum Obersten <nowiki>[48v]</nowiki> Leuttenant, Den von '''Zersbach''' Zum Profosen, Die bede gebrueder vnd Herrn '''von Hodenhaim''' Zu Wachmaistern, vnd den '''von Stolzdrein''' Zum Furirer: Als nun d(er) Furst alles Kriegsvolkh beyeinander gehabt, hat er den Furirer von stosdrein, Inn die statt fudanna geschickt, vnd sie freundlich befragen Lassen, Ob sie sich guetlich ergeben wolle oder nicht, Auff welches sie Trutzig geantwurtet. Nein, sondern sie erwarte mit verlangen vnd vnerschrocken des Fursten Zukunfft. Vnd getraue Ihme genug Ainen widerpart zuthun, Daruber Er der Furst, als er dessen auisirt worden, seer ergrimmet, vnd alsbaldt mit all seinem Kriegsheer vffgeprochen, Inn vollem Trab fortt<nowiki>[49r]</nowiki>gezogen, vnd seiner weeg, Erstlich Zwisch(en) Milchhausen, Duttenhaim vnd Nabelsberg, genom(m)en, Dorthin auch alsobalden angefangen Zuschanzen, Weiln er aber wol vermerckt, Das vorgemelte vesste statt, wegenn des schwarzen Haarigen dickhen Pusches, so nahe darbey ligt, nicht wol Zubekommen were, Ist er von dannen etwas bessers abwarts, Nemlich vff Kniehausen, Zu, gezogen, vnd hat sich daselbsten Zwischen bede Stätt, Arsback vnd Fudanna, furnemlich die wasserpforten Zu verschanzen, gelägert, Vnd mit einem steiffen Lange(n) dickhen Pönal hinein geschossen, darzu das anwesende Kriegsvolck Inn guter Ordnung Zum Anlauff des <nowiki>[49v]</nowiki> Sturms gestellt, Bey deme der Furst selbst persönlich Zugegen gewesen, vor dem Herrn von Kliebenbach mit den seinigen Zum angriff, vnd d(as) Er bey vermeidung grosser Straff der erst Inn der Statt sein solte, ermahnet, Welchem d(er) Furst, wie auch der von Standauff, Stoßdrein, Wolhinein, Zuckhan<ref>Kully erwägt Juckhan.</ref>, Schramheim, Münheim (etc.) vnd andere d(er)gleich(en) Hoff Junkh(er) Inn den Nachdruckh gefolgt, Nach dem sich aber dieselben Irer plödigkeit halben <del>???</del> Befürcht, die von Arsbackh möchten der Statt Fudanna Zu Hilff kom(m)en, Hatt der Fursst Zu Besserer seiner vnd seiner Herrn obersten versicherung die Zwen gebrud(er) <nowiki>[50r]</nowiki> vnd H(err)n von Hodenheim mit Kriegvolckh Inn die Schanzen Zwischen Arsbackh, <del>vnd</del> Fudanna, vnd  
'''Demnach der Vnüberwindlichst Fürst''' vnd herr, Herr '''Zagel''', mit der gewaltigen Weitberüembten, vessten vnd Edlen stat '''Fudanna''', Iren Wurzpüchsen vnd anderer darzugehöriger vhralter Priuilegien halber, vffsässig worden, Also, d(a)z solcher Ihr streit vff gepflogenen vnderhandlung<ref>Kully liest "underhandlungen".</ref>, vber alle Furgeschlagene mittel, nicht verglichen werden mögen, Sondern endlich gar Zu einer Offenen Vhed vnd Krieg gelangt, Zun denn<ref>Kully liest "Zu dem".</ref> bede Partheyen ein ernstlich Treffen einander angebotten<ref>Kully liest "dargebotten".</ref>, Zu welchem Ende sich der Furst mit grossenn vncosten, Zu allerley gemeinem Kriegsvolk Insunderheit vmb nachbeschribene Obersten vnd Befelchshabere Beworben, vnd allehie<ref>Kully liest "allezeit".</ref> Inn Bestallung gennom(m)en, Erstlich dem Herrn '''Von Standauff''', Zu einem Fenderich, den Von '''Kliebenbach''' Zum Obersten <nowiki>[48v]</nowiki> Leuttenant, Den von '''Zersbach''' Zum Profosen, Die bede gebrueder vnd Herrn '''von Hodenhaim''' Zu Wachmaistern, vnd den '''von Stolzdrein''' Zum Furirer: Als nun d(er) Furst alles Kriegsvolkh beyeinander gehabt, hat er den Furirer von stosdrein, Inn die statt fudanna geschickt, vnd sie freundlich befragen Lassen, Ob sie sich guetlich ergeben wolle oder nicht, Auff welches sie Trutzig geantwurtet. Nein, sondern sie erwarte mit verlangen vnd vnerschrocken des Fursten Zukunfft. Vnd getraue Ihme genug Ainen widerpart zuthun, Daruber Er der Furst, als er dessen auisirt worden, seer ergrimmet, vnd alsbaldt mit all seinem Kriegsheer vffgeprochen, Inn vollem Trab fortt<nowiki>[49r]</nowiki>gezogen, vnd seiner weeg, Erstlich Zwisch(en) Milchhausen, Duttenhaim vnd Nabelsberg, genom(m)en, Dorthin auch alsobalden angefangen Zuschanzen, Weiln er aber wol vermerckt, Das vorgemelte vesste statt, wegenn des schwarzen Haarigen dickhen Pusches, so nahe darbey ligt, nicht wol Zubekommen were, Ist er von dannen etwas bessers abwarts, Nemlich vff Kniehausen, Zu, gezogen, vnd hat sich daselbsten Zwischen bede Stätt, Arsback vnd Fudanna, furnemlich die wasserpforten Zu verschanzen, gelägert, Vnd mit einem steiffen Lange(n) dickhen Pönal hinein geschossen, darzu das anwesende Kriegsvolck Inn guter Ordnung Zum Anlauff des <nowiki>[49v]</nowiki> Sturms gestellt, Bey deme der Furst selbst persönlich Zugegen gewesen, vor dem Herrn von Kliebenbach mit den seinigen Zum angriff, vnd d(as) Er bey vermeidung grosser Straff der erst Inn der Statt sein solte, ermahnet, Welchem d(er) Furst, wie auch der von Standauff, Stoßdrein, Wolhinein, Zuckhan<ref>Kully erwägt Juckhan.</ref>, Schramheim, Münheim (etc.) vnd andere d(er)gleich(en) Hoff Junkh(er) Inn den Nachdruckh gefolgt, Nach dem sich aber dieselben Irer plödigkeit halben <del>???</del> Befürcht, die von Arsbackh möchten der Statt Fudanna Zu Hilff kom(m)en, Hatt der Fursst Zu Besserer seiner vnd seiner Herrn obersten versicherung die Zwen gebrud(er) <nowiki>[50r]</nowiki> vnd H(err)n von Hodenheim mit Kriegvolckh Inn die Schanzen Zwischen Arsbackh, <del>vnd</del> Fudanna, vnd Knieberg <del>???</del> Zum Hinterhalt <del>???</del> gelegt, vnd Hernach desto Herzhaffter mit völligem gewalt sturm angeloffen, Ob aber wohl sich die statt Fudanna anfenglich gegen Inn starckh <del>???</del>, <del>vnd</del> Zum widerstandt gestellt vnd ritterlich gewehret, Ist doch dessen vngeachtet d(er) von Kliebenbach der erst bei dem Anstich inn d(er) Stat gewesen, Dem d(er) Furst mit and(ern) seinen obbenanten H(erren) vnsaumlich nachgefolget, <del>???</del> Inmassen sie gar darein kam(e)n, Inn welchem allem d(er) sturm vnd Tumult ein gute viertel Stundt v(nd) Lang(er) <nowiki>[50v]</nowiki> gewehret, Bis sie die stat Fudanna erobert vnd alles darinnen ausgesturt<ref>Kully liest "außgespürt".</ref>, Imitlst<Kully konjiziert "Jmit<e>lst".</ref> Haben die Hodenheim sich geg(en) die von Arsbackh starckh gemachet, vnd, welches ernstlich Zusch<Kully kommentiert: "Zusch oder Jusch? Lesung unsicher."<ref> gewesen, mit Zweyen Kugeln wider sie geschossen, Inn erwegung selbige d(er) Stat Fudanna Zu Irem abbruch Zu H<ü>lff kom(m)en wollen, Endlich ist nach eroberten Sturm vnd ergebung d(er) Stat Fudanna d(er) Furst mit all seinem Volck gutwillig abgezogen. Aber der von Standauff. benebe(n) and(ern) H(errn). vnd furste(n)<ref>Lesart unklar. Kully kommentiert "nicht entzifferbar"./ref> viel von den seinen Insgemein Lahm erschlagen befunden, Doch er d(er) Furst auch selbst In <del>???</del> den Kopff verwundt word(en), das Ihme d(as) Hirrn Heraus gespriczet, <nowiki>[57r]</nowiki> Dargegen, welches Zuverwunderlich Zuhörn, die Bede von Hodenheim am allerwenigs(ten) beschediget worden.  Also Hat d(er) Furst vor seinem abzug mit d(er) Stat Futanna vnd Iren Zwein Lappl(?)un<ref>Kully kommentiert: "nicht entzifferbar".</ref> eine Stetige Immerwernde verpundtnis gemacht, Das Nemlich wann er furohin kom(m)en werde, Jederzeit freyen offenen gang Haben, vnd ohne einige(n) wid(er)standt für sich vnd wolgemelte seine H(errn) mit Conforte(n) entwed(er) Zum frauen: od(er) Prunzthor ein vnd widerumb ausgelass(en) werden solle<br />
'''Dectretum'''


== Anmerkungen ==
== Anmerkungen ==

Version vom 20. März 2026, 16:51 Uhr

Eroberung der Stadt Fudana

AutorIn
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Cod. Quart 565, 48r-51r (online)
Ausgaben Kully, Elisabeth (Hg.): Codex Weimar Q 565, S. 145-147
Übersetzungen
Forschung

Transkription[1]

Demnach der Vnüberwindlichst Fürst vnd herr, Herr Zagel, mit der gewaltigen Weitberüembten, vessten vnd Edlen stat Fudanna, Iren Wurzpüchsen vnd anderer darzugehöriger vhralter Priuilegien halber, vffsässig worden, Also, d(a)z solcher Ihr streit vff gepflogenen vnderhandlung[2], vber alle Furgeschlagene mittel, nicht verglichen werden mögen, Sondern endlich gar Zu einer Offenen Vhed vnd Krieg gelangt, Zun denn[3] bede Partheyen ein ernstlich Treffen einander angebotten[4], Zu welchem Ende sich der Furst mit grossenn vncosten, Zu allerley gemeinem Kriegsvolk Insunderheit vmb nachbeschribene Obersten vnd Befelchshabere Beworben, vnd allehie[5] Inn Bestallung gennom(m)en, Erstlich dem Herrn Von Standauff, Zu einem Fenderich, den Von Kliebenbach Zum Obersten [48v] Leuttenant, Den von Zersbach Zum Profosen, Die bede gebrueder vnd Herrn von Hodenhaim Zu Wachmaistern, vnd den von Stolzdrein Zum Furirer: Als nun d(er) Furst alles Kriegsvolkh beyeinander gehabt, hat er den Furirer von stosdrein, Inn die statt fudanna geschickt, vnd sie freundlich befragen Lassen, Ob sie sich guetlich ergeben wolle oder nicht, Auff welches sie Trutzig geantwurtet. Nein, sondern sie erwarte mit verlangen vnd vnerschrocken des Fursten Zukunfft. Vnd getraue Ihme genug Ainen widerpart zuthun, Daruber Er der Furst, als er dessen auisirt worden, seer ergrimmet, vnd alsbaldt mit all seinem Kriegsheer vffgeprochen, Inn vollem Trab fortt[49r]gezogen, vnd seiner weeg, Erstlich Zwisch(en) Milchhausen, Duttenhaim vnd Nabelsberg, genom(m)en, Dorthin auch alsobalden angefangen Zuschanzen, Weiln er aber wol vermerckt, Das vorgemelte vesste statt, wegenn des schwarzen Haarigen dickhen Pusches, so nahe darbey ligt, nicht wol Zubekommen were, Ist er von dannen etwas bessers abwarts, Nemlich vff Kniehausen, Zu, gezogen, vnd hat sich daselbsten Zwischen bede Stätt, Arsback vnd Fudanna, furnemlich die wasserpforten Zu verschanzen, gelägert, Vnd mit einem steiffen Lange(n) dickhen Pönal hinein geschossen, darzu das anwesende Kriegsvolck Inn guter Ordnung Zum Anlauff des [49v] Sturms gestellt, Bey deme der Furst selbst persönlich Zugegen gewesen, vor dem Herrn von Kliebenbach mit den seinigen Zum angriff, vnd d(as) Er bey vermeidung grosser Straff der erst Inn der Statt sein solte, ermahnet, Welchem d(er) Furst, wie auch der von Standauff, Stoßdrein, Wolhinein, Zuckhan[6], Schramheim, Münheim (etc.) vnd andere d(er)gleich(en) Hoff Junkh(er) Inn den Nachdruckh gefolgt, Nach dem sich aber dieselben Irer plödigkeit halben ??? Befürcht, die von Arsbackh möchten der Statt Fudanna Zu Hilff kom(m)en, Hatt der Fursst Zu Besserer seiner vnd seiner Herrn obersten versicherung die Zwen gebrud(er) [50r] vnd H(err)n von Hodenheim mit Kriegvolckh Inn die Schanzen Zwischen Arsbackh, vnd Fudanna, vnd Knieberg ??? Zum Hinterhalt ??? gelegt, vnd Hernach desto Herzhaffter mit völligem gewalt sturm angeloffen, Ob aber wohl sich die statt Fudanna anfenglich gegen Inn starckh ???, vnd Zum widerstandt gestellt vnd ritterlich gewehret, Ist doch dessen vngeachtet d(er) von Kliebenbach der erst bei dem Anstich inn d(er) Stat gewesen, Dem d(er) Furst mit and(ern) seinen obbenanten H(erren) vnsaumlich nachgefolget, ??? Inmassen sie gar darein kam(e)n, Inn welchem allem d(er) sturm vnd Tumult ein gute viertel Stundt v(nd) Lang(er) [50v] gewehret, Bis sie die stat Fudanna erobert vnd alles darinnen ausgesturt[7], Imitlst<Kully konjiziert "Jmit<e>lst".</ref> Haben die Hodenheim sich geg(en) die von Arsbackh starckh gemachet, vnd, welches ernstlich Zusch<Kully kommentiert: "Zusch oder Jusch? Lesung unsicher."Referenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag. eine Stetige Immerwernde verpundtnis gemacht, Das Nemlich wann er furohin kom(m)en werde, Jederzeit freyen offenen gang Haben, vnd ohne einige(n) wid(er)standt für sich vnd wolgemelte seine H(errn) mit Conforte(n) entwed(er) Zum frauen: od(er) Prunzthor ein vnd widerumb ausgelass(en) werden solle
Dectretum

Anmerkungen

  1. Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; moderne Unterscheidung von i und j; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.
  2. Kully liest "underhandlungen".
  3. Kully liest "Zu dem".
  4. Kully liest "dargebotten".
  5. Kully liest "allezeit".
  6. Kully erwägt Juckhan.
  7. Kully liest "außgespürt".