Liebesklage (Z50)
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Liebesklage (Z50) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung 1590 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Handschrift 115, 12v-13r |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1044f. |
Inhalt
A Minne- und Sehnsuchtsklage (1–26)
Der Sprecher sitzt allein und ringt mit seinen Gedanken über die Minne. In klagendem Ton wendet er sich an Gott und beklagt seine Einsamkeit, obwohl er sich Frauen gegenüber vorbildlich verhalte. Während er selbst keine Freude an der Minne finde, seien andere Männer erfolgreicher und zugleich untreu, da sie mehrere Beziehungen gleichzeitig führten. Wenn er ihr prahlerisches Reden höre, verstumme er vor Schmerz und empfinde tiefes Leid.
B Klafferschelte (27–46)
Sein Kummer wachse angesichts der minnefeindlichen Welt. Man lüge in Liebesdingen, und die höfischen Umgangsformen litten unter dem Übermut der Klaffer, deren böses Gerede allen schade. Besonders betont er die Hinterlist ihrer Herzen und Zungen. Abschließend richtet er an Damen und junge Frauen die Frage, ob er zum Unglück bestimmt sei.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1044f.)