Klage über die Untugenden der Männer (B293)
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Klage über die Untugenden der Männer (B293) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung Anfang 15. Jh. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Brüssel, KBR: 15589-623, 67va-68rb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 455 |
Inhalt
Der Text eröffnet mit einer unklaren Sprechsituation: Entweder sprechen zwei Frauen miteinander, eine Frau mit einem Mann, oder nur eine Frau spricht. Nach der kurzen Einleitungsformel folgt jedenfalls ein Monolog. Darin klagt die Sprecherin, die Männer verdürben den Frauen die Freude, weil sie ihnen Geselligkeit und Fröhlichkeit nicht gönnten. Sobald Frauen sich unterhalten oder heiter sein wollten, träten Neider und Spötter auf den Plan. Dabei müssten die Männer wissen, dass eine ethisch gute und zugleich fröhliche Frau das höchste Gut und die größte Freude sei. Der Text enthält an dieser Stelle auch einen hyperbolischen Frauenpreis. Nur einmal mahnt die Sprecherin die Frauen selbst, ihre „hohe Art“ zu bewahren.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 455)