Rede von der Minne (Peter Suchenwirt) (B452)

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Rede von der Minne (B452)

AutorIn Peter Suchenwirt
Entstehungszeit Um 1400
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 13045, 12-17
Neidensteiner Handschrift (verschollen): Nr. 32
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 797f.

Inhalt

A Spaziergangseinleitung (1–11)

Der Sprecher wandert an einem schönen Tag durch einen von Vogelgesang erfüllten Hag und gelangt zu einem idyllischen Ort mit Wiese, Linde und Quelle, wo die drei personifizierten Damen Minne, Staete und Gerechtigkeit beisammensitzen.

B Belauschte Klagen der Personifikationen (12–96)

Der Sprecher hört zunächst Frau Minne klagen, sie werde in der Welt missachtet und verspottet. Gerechtigkeit und Staete bieten Hilfe an und fragen nach den Schuldigen. Minne nennt die prahlerischen und verleumderischen Männer, die sie verachten. Gerechtigkeit verurteilt diese und spricht ihnen jeden Anspruch auf Gunst ab. Staete stimmt zu und beklagt, dass viele nur scheinbar beständig seien; sie wünscht ihnen sichtbare Zeichen ihrer Falschheit und kritisiert, dass manche glauben, äußere Zeichen wie blaue Kleidung könnten wahre Beständigkeit ersetzen.

C Begegnung und Botenauftrag (97–124)

Der Sprecher tritt vor die Damen, wird von Frau Minne namentlich begrüßt und erklärt, er sei durch die Schönheit des Mai hierhergeführt worden und habe ihre Klagen gehört. Minne äußert erneut ihre Verzweiflung und beauftragt ihn, sie den Edlen bekannt zu machen und sie vor Schande zu warnen. Der Sprecher nimmt den Auftrag freudig an und verabschiedet sich.

(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 797f.)