Hertzog Albert von Sachsen (Enoch Widman)

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Hertzog Albert von Sachsen

AutorIn Enoch Widman
Entstehungszeit 1596
Entstehungsort Hof
AuftraggeberIn
Überlieferung Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Ausgaben Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Übersetzungen
Forschung

Direkt danach schließt sich das Memorabile Von margraff Albrecht dem Deudschen Achille (Enoch Widman) an.

Text

[1] Zu dieser zeit ist in Sachsen gleichfalß in grosem ansehen gewest herzog Albert von Sachssen, welcher in ritterlichen kunsten und thaten sich geubet tempore Friderici III. imperatoris, ist hernach Maximiliani I. oberster feldhaubtman worden, sigete in Geldern, schluge die Hollender, brachte Braband in sein gewalt, sowol die zu Brussel und zu Mecheln, er bracht aus Flandern grossen raub, unterwarff diese alle Maximiliano, siegete in allen krigen alß ein gluckhaffter furst, war in allen schlachten und sturmen der erste und forne an, der letzt widerumb davon, mit kempffen, rennen und stechen furbundig, in krigen erschrecklich, in frid leutselig und freundtlich, suchete selbsten gelegenheit und ursach zu krigen, übereilet seine feind, ehe man seiner recht gewahr wurde, liß sich die menge seiner feind nicht erschrecken, war ein anschlegiger, scharfsinniger, arbeitsamer man voller krigslist, verehrete manliche krigßleut mit gold und silber, wunschete auch umb Christi willen sein blut zu vergisen und war im leid, daß kein zug wider den Turcken fortgehen wolt, ward derhalben der andere Roland und Carolus Magnus genant.

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 191. Marginalie: "Hertzog Albert von Sachsen".