Klage über die Geliebte E (B32)
|
Klage über die Geliebte E (B32); Der Minnegerende | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Frühes 15. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 258vb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 56; Malm, Mike: Der Minnegerende |
Inhalt
Die Minnerede besteht aus locker verknüpften Reimpaaren, die fast alle mit „Ich“ beginnen und kaum eine feste Struktur erkennen lassen. Im Zentrum steht das Liebesleid, ausgelöst durch die Untreue der Dame, die der Sprecher einmal direkt anspricht. Auffällig sind sein betonter Selbstbehauptungswille – frei wie ein Vogel, „frisch und unverzagt“ – sowie eine uneinheitliche Jagdmetaphorik: Er will jagen, verrät aber keine Spur, sieht sich selbst als wilden Hirsch, der von seltsamen Bildern verfolgt wird, ohne den Jäger zu kennen. Hinzu kommen der im Herzen „begrabene“ Anfangsbuchstabe E der Geliebten, die Metapher von den „Flöhen des Jammers“ und die derbe Sentenz, man solle erkennen, wie sehr Menschen einander täuschen.
(Ausführliche Inhaltsbeschreibung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 56)