Wer alle tag will ligenn im luder

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Wer alle tag will ligenn im luder

AutorIn
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Cod. Quart. 565, 19v (online)
München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 713, 14r; 153r-153v (online)
Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: Cod. 5339a, 397v (online)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 76.3. Aug. 2°, 176r (online)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 2.4. Aug. 2°, 133vb (online)
Augsburg, Kreis- und Stadtbibliothek: Kat. von Halder, nr 592, Nr. 2 (Verweis nach Euling, Karl: Hundert noch ungedruckte Priameln des fünfzehnten Jahrhunderts, S. 60 bzw. S. 9f. [Sigle J], bislang nicht identifizierbar)
Ausgaben Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 275
Euling, Karl: Hundert noch ungedruckte Priameln des fünfzehnten Jahrhunderts, S. 60f.
Kully, Elisabeth (Hg.): Codex Weimar Q 565, S. 95
Übersetzungen
Forschung Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 275; Euling, Karl: Hundert noch ungedruckte Priameln des fünfzehnten Jahrhunderts, S. 60f.

Synopse der Überlieferung[1]

Selbständige Versionen

Cod. Quart. 565 Cgm 713, 14r Cgm 713, 153r Cod. 5339a Cod. 76.3. Aug. 2° 2.4. Aug. 2°
Von saüffern vnd fressern(n) Eyn pryamel[2] Wie sich einer vngepurlich helt

[3] Item wer alle tag will ligenn im luder Vnd aus der schüssel wil füren grosse füder Vnd ein trunck vber den andern(n) will sauffen Den sicht man wenig erb vnd aygen kauffe(n)

[4] Wer altag wil lugen im luder Vnd auß der schussel wil furen große fuder Vnd einen trunck vber den and(er)n wil sauffen Den sicht man wenigg erb doder eygen kauffen

[5] <W>er alle tag will ligen ym luder Vnd auß der schüssel furen gute fud(er) Vnd ym(mer) ein grossen trunck über den and(er)n will Den sicht ma(n) wmig erb vn(d) eige(n) kaufe(n) sauffen [6] Wer gern spilt vnd vngu(t) gilt Vnd jüden lobt vnd prister schilt Vnd vndu(t) pet vnd gern swert Vnd all sein zeit also vorzert Vnd vngern vast vnd gern leügt Vnd kierchen vnd meß vnd predig fleücht Vnd frü vnd spot ist gern vol Der taug zu keynem Cartheusser wol [7] Wer ein pock zu einem gertn(er) seczt Vnd schaeff vnd genß an wolff heczt Vnd sein zen stürzt mit eynem scheit Vnd hunden pratwürst zu wehalten geit [153v] Vnd gute kost selczet mit aschen Vnd sein gelt legt yn ein löcherte taschen Vnd yn ein reüssen geüst weyn Der dünckt mich nicht wol witzig sein [8] Wer hochauff einem pawme(n) wil purczeln Vnd wil sich halten an die wurczeln Vnd parfus tanczen wil yn dörn Vnd mit wil smechten die spuzen vorn Vnd an eyn mulrad sich rwen laint Vnd slaffen yn amaß haussen maint Vnd sauch will yn die augen scharren Den halt ich für ein halben narren

Wer alle tag wil ligen im luder Vnd aus der schussel wil furen gute fuder Vnd einen trunck vber den andern wil sauffen Den sucht man wenig erbe vnd eigen kauffen

WEr alle tag wil ligen im luder Vnd auß der schussel wil füren gute fuder Vnd einen trunck vbern andern wil sawffen Den sicht man wenig erb vnd eigen kauffen

Wer alle tag ligen wil im luder vnd aus der schüssel furen grosse fuder schone weyib vnd schone ros feyern vnd aller dey düng plos frw zum essem vnd trincken laüssen Den sicht man nit vil erbes kaüffen

Anmerkungen

  1. Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w.
  2. am linken Rand von moderner Hand zugefügt: "vid.f.32.(U.137.)
  3. Am linken Rand moderner Bleistifteintrag "19".
  4. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "31".
  5. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "92".
  6. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "92a".
  7. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "92b".
  8. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "92c".