Kategorie:Quelle Priamel

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Definitorische Ansätze

Karl Euling liefert die klassische Definition des Priamels als "eine im fünfzehnten Jahrhundert selbständige Gattung ursprünglich epigrammatischer Improvisation, die eine Reihe paralleler Einzelheiten in bestimmten Formen mit künstlerischer Absicht zu einer inneren Einheit zu verbinden sucht" (Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 15). Gerd Dicke definiert das Priamel als kurzes (meist 8-14 Verse umfassendes) Spruchgedicht in Reimpaar-Vierhebern, das heterogene Sachverhalte aufreiht, um sie in einer pointenhaften Konklusion zusammenzuführen (vgl. Dicke, Gerd: Priamel, S. 157). Das Priamel ist damit eng verwandt mit Sentenz und Epigramm.

Überlieferungsformen

Priamel speichern als apodiktisch formulierte Elemente der Wiedergebrauchsrede kollektives Wissen; sie zeigen dementsprechend je vielfältige Aktualisierungen, die letztlich nicht über Primärtext-Listen erfassbar sind. Stattdessen wird auf einschlägige wissenschaftlichen Referenzwerke verwiesen.

Referenzwerke

Untersuchungen zu Hans Rosenplüts Priamel bietet Kiepe, Hansjürgen: Die Nürnberger Priameldichtung. Eine groß angelegte Studie zum Priamel (mit zahlreichen Textwiedergaben) bis einschließlich Rosenplüt gibt Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt.