Ich vind yn meinem synnen teich

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Ich vind yn meinem synnen teich

AutorIn
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 713, 10v, 162r (online)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 76.3. Aug. 2°, 174r-174v (online)
Dresden, Sächsische Landesbibliothek: Mscr. M 50, 152r (online)
Ausgaben Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 572
Übersetzungen
Forschung

Synopse der Überlieferung[1]

Cgm 713, 10v Cgm 713, 162r Cod. 76.3. Aug. 2° Mscr. M 50

[2] Ich vint yn meiner s<ynn>en teich Das alter ist einem rawber gleich Es nympt der glocken yren doen Vnd mancher schonen frawen yre schoen Vnd nympt dem ochsen seinen zuck Vnd nympt dem fogel seinen fluck Vnd nympt dem man sein starckes ringen Vnd nympt den peynne sein hohes springen Vnd nympt den fussen ir snelles traben Vnd nympt die erbat yn dem nacht graben Vnd nympt dem eilfften finger sein lang Das sein des alters nach klang

[3] <I>ch vind yn meinem synnen teich Das alter ist ein rauber geleich Es nympt der glocken yr gedön Vnd mancher hupschen frawen yr schön Vnd nympt dem ochsen seynen zug Vnd nympt dem fogel seynen flug Vnd nympt dem man sein starckes ringen Vnd nympt den peynn yr hohes springen Vnd nympt den fussen yr schnels traben Vnd nympt die arbeit ym nacht grab(e)n Vnd nympt dem eilfften fing(er) sein leng Das sind des alters nach kleng

ICh vind yn meiner synnen teich Das alter ist eim rawber gleich Es nympt der glocken ir gethön Vnd manicher hübschen frawen ir schön Vnd nampt dem ochsen seinen zuck Vnd nympt dem vogel seinen fluck Vnd nympt dem man sein starckes ringen Vnd nympt den paynn ir hohes springen [174v] Vnd nympt den füssen ir snelles traben Vnd nampt die arbeit ym nachtgraben Vnd nympt dem ailfften vingel sein leng Das sein des alters nach kleng

Ich vind in meiner synnen teych Das allter ist einem rauber gleich Es nympt der glocken ir gedon Vnd nampt den hupschen frawen ir schon Vnd nympt den ochßen iren zugck Vnd nympt den vogeln iren flugk Vnd nympt dem man sein starckes ringen Vnd nympt den paynen ir springen Vnd nympt den fueßen ir snelles draben Vnd nympt die erbeyt im nacht graben Vnd nympt dem eylfften vinger sein leng Das sind des allters nach cleng

Parallelen

Viele Motive tauchen auch auf bei Von alter werden klein visch groß.

Anmerkungen

  1. Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.
  2. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "17".
  3. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "130".