Welcher man wer als faul vnd als treg
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Welcher man wer als faul vnd als treg | |
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| Überlieferung | Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Cod. Quart. 565, 20r (online) München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 713, 161r (online) Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: Cod. 5339a, 399r (online) Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek: Cod. poet. et philol. 2° 7, 237v; 238r (online) Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 76.3. Aug. 2°, 162v-163r (online) |
| Ausgaben | Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 544 Keller, Adelbert (Hg.): Alte gute Schwänke, S. 47f. Kully, Elisabeth (Hg.): Codex Weimar Q 565, S. 96 |
| Übersetzungen | |
| Forschung | |
Synopse der Überlieferung[1]
Selbständige Versionen
| Cod. Quart. 565 | Cgm 713 | Cod. poet. et philol. 2° 7, 237v | Cod. poet. et philol. 2° 7, 238r | Cod. 76.3. Aug. 2° |
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[2] Item Welcher man wer als faul vnd als treg Der an einer haissen sunnen lege Bis ime die fligenn abpyssen sein oren Vnd an seiner hewt geleich würd einem moren Vnd als lang schliffe auff einer mistenn Bis ime die meuß ine die ars kerben wurden nisten Vnd bey dem feüer sich nit wermet Bis ime die pruch am ars verbrennet Vnd als lang in einem kwstall seß Bis im ein mauß sein zers abfreß Vnd im bede hodenn dürckell bis Vnd im ein kw ein aug aus scheüß Vnd der dennoch vor poßhait nicht möcht weichen Den mag man wol zu einem Stickel faulenn esel geleichennn |
[3] <W>elch man als faul wer vnd als treg Der an eyn(er) heissen sonnen leg Vncz ym die vligen ab pissen die oren Vnd an seyn(er) heüt würd geleich eim morn Vnd als lang slieff auff einer misten Vncz ym die meuß ym ars würden niesten Vnd pey dem fewr sich nicht enwent Vndcz ym sein pruch am ars v(er)prent Vnd sich vor faulheit nicht mocht leschen Ich mayn das ich lüg hieß ich den ein reschen |
Welcher man wer als faul vnd als leß Das er vf ainer wagenlais ses Bis im ain rad ain fuß abdruckt Ee er ain wenig hinder sich ruckt Vnd als lang in ainem kwstal seß Bis im ain mauss sein zagel abfreß Vnd im baid hoden durch bis Vnd im ain kw ain aug außschiß Wan der vor lasshait nit mocht geweichen Den mag man wol zu einer faulen hurn gleichen |
Welcher man als faul wer vnd als treg das er an ainer haissen Sunnen leg Bis im die fliegen abbissen seine oren Vnd an seiner heut wurden gleich aim Moren Vnd als lang schlieff vff ainer misten Bis in die meuß in den hindern nisten Vnd bey dem feur sich nit verwendt Bis in sein bruch am arß verbrent Vnnd sich vor faulkait nit mocht leschen Ich main ich lug hieß ich den ain reschen |
WElicher man wer als fawl vnd als treg Der an einer haissen sunnen leg Piß ym die fliegen abpissen sein orn Vnd an seiner hewt wurd gleich einem morn Vnd als lang schlieff auff einer misten Piß ym die meuß yn hintern würden nisten Vnd pey dem fewer sich nit verwent Piß ym die pruch am hinttern verprent Vnd als lang yn eim kwstal seß Piß ym ein mauß sein zagel abfreß Vnd ym ped hoden durckel piß |
Anmerkungen
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