Sehnsuchtsklage einer Frau (B45): Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
(→Inhalt) |
||
| Zeile 13: | Zeile 13: | ||
==Inhalt== | ==Inhalt== | ||
Die Sprecherin beklagt in zahlreichen Liebestopoi die Abwesenheit ihres Geliebten. Ihre Trauer mache sie alt, ihr Herz sei von Schmerz umschlungen, und selbst ihr Lachen sei nur Fassade. Nichts ziehe sie so stark an wie er, doch seine Jugend lasse ihn vielen Frauen gefallen. Die Liebe brenne in ihr wie glühendes Eisen; Müdigkeit, Pfeilschmerz und ständige Sehnsucht quälen sie bis in den Schlaf, wo sie von ihm träumt und beim Erwachen erneut in Trauer fällt. Weder Musik noch Gesellschaft können sie trösten. Ihr personifiziertes Sehnen begleitet sie wie ein ständiger Gast und nährt sie nur mit Verlangen. Am liebsten würde sie ihr Herz zu ihm senden. | |||
Trotz allem hofft sie bis zum Ende auf sein Wohlergehen. In einer kurzen Szene rät ihr ein Knabe, nur die Begegnung mit dem Geliebten könne helfen. Sie aber hat ihn vergeblich gesucht und würde jeden Preis zahlen, wenn ein Schiffer ihn ihr zurückbrächte. | |||
so stark an | |||
([[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 76f.) | (Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 76f.) | ||
[[Kategorie:Quelle Minnerede]] | [[Kategorie:Quelle Minnerede]] | ||
[[Kategorie:Quelle Klagerede]] | [[Kategorie:Quelle Klagerede]] | ||
Aktuelle Version vom 31. Dezember 2025, 00:23 Uhr
|
Sehnsuchtsklage einer Frau (B45) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung ab 1470/1471 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 488, 165r-167v Leipzig, Universitätsbibliothek: Ms. Apel 8, 294r-296v Prag, Knihovna Národniho muzea: Cod. X. A 12, 134v-136r |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Sehnsuchtsklage einer Frau; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 76f. |
Inhalt
Die Sprecherin beklagt in zahlreichen Liebestopoi die Abwesenheit ihres Geliebten. Ihre Trauer mache sie alt, ihr Herz sei von Schmerz umschlungen, und selbst ihr Lachen sei nur Fassade. Nichts ziehe sie so stark an wie er, doch seine Jugend lasse ihn vielen Frauen gefallen. Die Liebe brenne in ihr wie glühendes Eisen; Müdigkeit, Pfeilschmerz und ständige Sehnsucht quälen sie bis in den Schlaf, wo sie von ihm träumt und beim Erwachen erneut in Trauer fällt. Weder Musik noch Gesellschaft können sie trösten. Ihr personifiziertes Sehnen begleitet sie wie ein ständiger Gast und nährt sie nur mit Verlangen. Am liebsten würde sie ihr Herz zu ihm senden. Trotz allem hofft sie bis zum Ende auf sein Wohlergehen. In einer kurzen Szene rät ihr ein Knabe, nur die Begegnung mit dem Geliebten könne helfen. Sie aber hat ihn vergeblich gesucht und würde jeden Preis zahlen, wenn ein Schiffer ihn ihr zurückbrächte.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 76f.)