Sehnsucht nach dem Geliebten (B46): Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 28: | Zeile 28: | ||
===F Beständigkeit (108–126): === | ===F Beständigkeit (108–126): === | ||
Mit der | Mit der Bitte um göttliche Beständigkeit leitet die Sprecherin das letzte Thema ein: Beständigkeit erscheint als zentrale Tugend, die Freude schenkt, das Herz stärkt und jedem empfohlen wird – im eigenen Handeln wie in der Wahl der Partnerin. Wer mit beständigem Herzen begehrt, dem werde schließlich alles erfüllt. | ||
([[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 78) | (Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 78) | ||
[[Kategorie:Quelle Minnerede]] | [[Kategorie:Quelle Minnerede]] | ||
[[Kategorie:Quelle Klagerede]] | [[Kategorie:Quelle Klagerede]] | ||
Aktuelle Version vom 31. Dezember 2025, 08:43 Uhr
|
Sehnsucht nach dem Geliebten (B46) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung nach 1473 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 439, 51v-54v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Sehnsucht nach der Geliebten; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, 77-79 |
Inhalt
A Liebesbekenntnis (1–42):
Die Sprecherin betont ihre absolute Treue und Hingabe, ihren Schmerz über die Trennung, die gegenseitige Liebe sowie die ehrenhafte Minneabsicht des Geliebten.
B Meiden (43–60):
Die Sprecherin erklärt, dass stete Nähe zum Geliebten unmöglich sei, und bricht daraufhin in eine Klage über das qualvolle Meiden aus: Meiden sei schlimmer als der Tod, ein bitteres Kraut, ja eine Krankheit, die sie verzweifeln lasse.
C Sehnen (61–74):
Die Sprecherin bleibt im erzwungenen Meiden allein mit ihrer Sehnsucht, die sie völlig beherrscht: Ob wach oder im Schlaf, bedrängt sie dieses Sehnen unablässig und macht sie krank.
D Hoffen (75–94):
Die Sprecherin nennt die Hoffnung als einziges Mittel gegen ihr Sehnen: Sie schenkt ihr einen kurzen, freudigen Schein, in dem sie sich an seiner Seite wähnt und seine Stimme hört.
E Segenswünsche (95–107):
Die Sprecherin bittet in mehrfacher Anrufung Gottes um inneren Halt, Glück, Gesundheit und Schutz für ihren Geliebten – vor allem vor Unheil und übler Nachrede.
F Beständigkeit (108–126):
Mit der Bitte um göttliche Beständigkeit leitet die Sprecherin das letzte Thema ein: Beständigkeit erscheint als zentrale Tugend, die Freude schenkt, das Herz stärkt und jedem empfohlen wird – im eigenen Handeln wie in der Wahl der Partnerin. Wer mit beständigem Herzen begehrt, dem werde schließlich alles erfüllt.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 78)