Ein vaßnacht vnd ein froligkait

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Ein vaßnacht vnd ein froligkait

AutorIn
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Selbständige Versionen:

Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Cod. Quart. 565, 19v (online)
München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 713, 14r; 159v-160r (online)
Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: Cod. 5339a, 398r (online)
Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek: Cod. poet. et philol. 2° 7, 235v (online)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 76.3. Aug. 2°, 168r (online)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 2.4. Aug. 2°, 88va (online)

Unselbständige Version:

Des Baurn Flaischgaden Vasnacht, letzte Rede des Ausschreiers

Ausgaben Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 496
Keller, Adelbert (Hg.): Alte gute Schwänke, S. 30
Kully, Elisabeth (Hg.): Codex Weimar Q 565, S. 94
Übersetzungen
Forschung

Synopse der Überlieferung[1]

Selbständige Versionen

Cod. Quart. 565 Cgm 713, 14r Cgm 713, 159v-160r Cod. poet. et philol. 2° 7 Cod. 76.3. Aug. 2° 2.4. Aug. 2°
Von ding(e)n die beyemand(er) sein sollen Die sing sollen alle pey einander sein

[2] Jtem Ein vaßnacht vnd ein froligkait Ein hüpsche frawe vnd ein schons cleit Ein acker vnd ein pflug Ein wasser vnd ein krug Ein pfaff vnd ein puch Ein zers vnd ein pruch Ein esell vnd ein müller Ein weinschenck vnd ein füller Vnd durstig leüt vnd guter wein Die sullenn albeg bey einannder sein

[3] Ein faßnach vnd ein frolichkeit Vnd ein hubsche fraw vnd ein schons cleidt Ein acker vnd ein pflug Ein wasser vnd ein krug Ein pfaff vnd ein puch Ein zagel vnd ein pruh Ein esel vnd ein muller Ein weinschenck vnd ein fuller Vnd durstig leut vnd guter wein Die sollen alweg peyeinander sein

[4] <E>yn vasnacht vnd ein froligkeit Ein hüpsche fraw vnd schonßclait Ein pfaff vnd vnd ein puch Ein ars vnd ein pruch Ein acker vnd ein pflug [160r] Ein wasser vnd ein krug Ein essel vnd ein molner Ein wenischenck vnd ein fuller Vnd dürstig leut vnd guter wein Die söllen albeg peyem ander seyn

Ain faßnacht vnd ain frolichkait Ain hupsche fraw vnnd ain schons clait Ain Acker vnd ain pflug Ain wasser vnd ain krug Ain pfaff vnd ain buch Ain zagel vnd ain bruch Rettich vnd ruben Hurn vnnd buben Eessel vnd ain muller Ain weinschenck vnd ain fuller Durstig leut vnd guter wein Die sollen allwegen beyainander sein

EIn faßnacht vnd ein frölickeit Ein hubsche fraw vnd ein schons cleid Und ein acker vnd ein pflug Ein wasser vnd ein krug Ein pfaff vnd ein puch Ein zagel vnd ein pruch Ein esel vnd ein mülner Ein weinschenck vnd ein fuller Vnd durstig lewt vnd guter wein Die dinck sullen albeg peyeinander sein

Ein vasnacht vnd ein frolichkeyt Ein schone fraw vnd hubsches cleyt Vnd ein acker vnd ein pflug Ein wasser vnd ein krug Ein pfaff vnd ein puch Ein zagel vnd ein pruch Ein essel vnd ein muller Ein wein schenck vnd ein fuller Dürftig leüt vnd güter wein Die dinck die sullen pey einander sein EI

Unselbständige Version

Des Baurn Flaischgaden Vasnacht, letzte Rede des Ausschreiers:[5]

Herr der wirt, ir schült uns gute nacht geben
Und schült dise vasnacht frölich leben,
Wann ain fasnacht und ain fröligkait
Und ain schöne frau und ain hübsch clait
Und ain pfaff und ain puch
Und ain arsloch und ain pruch
Und ain acker und ain pflug
Und ain wasser und ain krug
Und ain esel und ain mülner
Und ain weinschenk und ain füller
Und durstig leut und guter wein
Die dink süln allweg pei ainander sein.

Anmerkungen

  1. Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w.
  2. Am linken Rand moderner Bleistifteintrag "16".
  3. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "32".
  4. Am linken Rand von moderner Hand zugefügt "121".
  5. Zitiert nach Keller, Adelbert (Hg.): Fastnachtspiele aus dem fünfzehnten Jahrhundert, Band 2, S. 713f.