Von Müller, Mareike: Schwarze Komik: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Brevitas Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
(8 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 12: Zeile 12:
*[[Drei listige Frauen B (Heinrich Kaufringer)]]
*[[Drei listige Frauen B (Heinrich Kaufringer)]]
*[[Drei listige Frauen C (Hans Folz)]]
*[[Drei listige Frauen C (Hans Folz)]]
*[[Der fünfmal getötete Pfarrer (Rosenplüt)]]
*[[Der fünfmal getötete Pfarrer (Hans Rosenplüt)]]
*[[Das Nonnenturnier]]
*[[Das Nonnenturnier]]
*[[Der Rosendorn]]
*[[Der Rosendorn]]
*[[Die unschuldige Mörderin (Heinrich Kaufringer)]]
*[[Die unschuldige Mörderin (Heinrich Kaufringer)]]
*[[Dir drei Mönche von Kolmar (Niemand)]]
*[[Die drei Mönche von Kolmar (Niemand)]]
*[[Das Ungetüm]]
*[[Das Ungetüm]]
*[[Rätsel (Codex Weimar Q 565)]]
*[[Rätsel (Codex Weimar Q 565)]]
Zeile 22: Zeile 22:
*[[Priamel (Codex Weimar Q 565)]]
*[[Priamel (Codex Weimar Q 565)]]
*[[Lalebuch]]
*[[Lalebuch]]
*[[Dil Ulenspiegel]]
*[[Dyl Uhlenspiegel (Hermann Bote)]]
*[[Der Pfaffe Amis (Der Stricker)]]
*[[Der Pfaffe Amis (Der Stricker)]]
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]
[[Kategorie:Forschung Rätsel]]
[[Kategorie:Forschung Scherzfrage]]
[[Kategorie:Forschung Schwank]]

Aktuelle Version vom 13. März 2021, 22:01 Uhr

Zitation

von Müller, Mareike: Schwarze Komik. Narrative Sinnirritationen zwischen Märe und Schwank. Heidelberg 2017 (Studien zur historischen Poetik 24).

Beschreibung

Ein wesentliches Bestreben der Studie ist es, dem Verhältnis von Narration, Komik und Sinnbildung auf den Grund zu gehen. Das notorische Sinnproblem, welches die Märendichtung aufwirft, scheint kein Spezifikum spätmittelalterlicher Kurzerzählungen zu sein, sondern ganz unterschiedliche Textformen zu kennzeichnen. Jene Sinnspiele, die in der komplexeren narrativen Gestaltung besonders deutlich herausgestellt werden, sind isoliert auch in nicht narrativen Kurztexten zu beobachten: Sprüche, Rätsel und Erzählungen geben auf ihre je spezifische Weise vor, einen moraldidaktischen oder lebenspraktischen Sinn zu vermitteln. Auf der inhaltlichen und diskursiven Ebene installieren die Texte dann aber gezielt Störelemente, die der Sinnproduktion entgegenlaufen. Der spezielle Reiz der Texte zeugt dabei allerdings nicht von Chaos oder vollständiger Sinnlosigkeit, sondern basiert vielmehr auf einem wohlkalkulierten, spannungsvollen Gegeneinander sinnstiftender und sinnirritierender Komponenten. Diese Spannung, so eine grundlegende These, ist wesentlicher Bestandteil einer besonderen Form des Komischen, die mit dem Begriff der Schwarzen Komik gefasst werden soll. Die Studie widmet sich zunächst der Erschließung des begrifflichen Konzeptes dieser Komikform, deren unterschiedliche Ausgestaltungsmöglichkeiten dann anhand kleinerer sowie umfangreicherer poetischer Texte des späten Mittelalters untersucht werden.

Behandelte Kleinepik