Ein schone frawen zu beteuten: Unterschied zwischen den Versionen

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| namen              = Ein schone frawen zu beteuten
| namen              = Ein schone frawen zu beteuten; Die neun Merkmale einer schönen Frau
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| überlieferung      = München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 713, 47r ([https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00061175/image_1 online])<br />Prag, Knihovna Nárondního muzea: Cod. X A 12, 2v ([https://www.manuscriptorium.com/apps/index.php?direct=record&pid=AIPDIG-NMP___X_A_12______3XBZGT5-cs online])<br />Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 2.4. Aug. 2°, 41v ([https://diglib.hab.de/mss/2-4-aug-2f/start.htm online])<br />München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 379, 218v ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0006/bsb00061176/images online])<br />München, Bayerische Staatsbibliothek: Clm 14574, 184r ([http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00109360-9 online])<br />Sterzing, Stadtarchiv: Ohne Signatur, 33r (Sterzinger Miszellaneen-Handschrift, [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=14101&page=1&viewmode=fullscreen online])
| ausgaben          = [[Anonymus: Futilitates Germanicae medii aevi ad fidem codicum manu script]], S. 7; [[Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae]], S. 141f.
| ausgaben          = [[Anonymus: Futilitates Germanicae medii aevi ad fidem codicum manu script]], S. 7<br /> [[Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae]], S. 141f.<br />[[Eschenburg, Johann Joachim: Denkmäler altdeutscher Dichtkunst]], S. 379f.<br />[[Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt]], S. 93<br />[[Haltaus, Carl (Hg.): Liederbuch der Clara Hätzlerin]], 2. Aufl., S. LXVIII; 411<br />[[Köhler, Reinhold: Zu dem Gedicht von Hans Sachs 'Die achtzehen Schön einer Jungfrauen']], S. 32<br />[[Zingerle, Ignaz Vincenz: Bericht über die Sterzinger Miscellaneen-Handschrift]], S. 321
| übersetzungen      = [[Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae]], S. 142
| übersetzungen      = [[Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae]], S. 142
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| forschung          = [[Köhler, Reinhold: Zu dem Gedicht von Hans Sachs 'Die achtzehen Schön einer Jungfrauen']]


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==Transkription<ref>Transkriptionsrichtlinien: Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Moderne Unterscheidung von i, j; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e.</ref>==
==Synopse der Überlieferung<ref>Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.</ref>==
Ein schone frawen zu beteuten<br /><br />
 
'''E'''in haupt von beheimer land<br />
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Zwey weisse ermlein von prafant<br />
|-
Vnd ein prust von swaben here<br />
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Von kernten zwey tuttlein rag(e)nt als ein sper<br />
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Vnd ein pauch von osterreich<br />
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Der do wer slecht vnd gleich<br />
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Vnd ein peyerische fut doran<br />
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Vnd zcwey fußlein von dem rein<br />
|-
|style="white-space: pre; vertical-align:top;"|Ein schone frawen zu beteuten
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|style="white-space: pre; vertical-align:top;"|<span style="color:#FF0000">Von einer gar hubschisten frawen</span>
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|-
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'''E'''in haupt von beheimer land
Zwey weisse ermlein von prafant
Vnd ein prust von swaben here
Von kernten zwey tuttlein rag(e)nt als ein sper
Vnd ein pauch von osterreich
Der do wer slecht vnd gleich
Vnd ein ars von polan
Vnd ein peyerische fut doran
Vnd zcwey fußlein von dem rein
Das mocht wol ein schone frawe sein
Das mocht wol ein schone frawe sein
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<span style="color:#FF0000">A</span>in haubt von behmer lannd
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<span style="color:#FF0000">V</span>on kernten zway tüttlin ragend als ein sper
<span style="color:#FF0000">A</span>in pauch von österreich
<span style="color:#FF0000">D</span>er wär schlecht vnd geleich
<span style="color:#FF0000">V</span>nd ain ars von pollandt
<span style="color:#FF0000">A</span>uch ain bayrisch <span style="color:#FF0000">·</span>f<span style="color:#FF0000">·</span> daran
<span style="color:#FF0000">V</span>nd zway füsslen von dem rein
<span style="color:#FF0000">D</span>as möcht ain schöne fraw gesein
<span style="color:#FF0000">Des kuß kalbs muoter fud die lidrin pfeiffen man muoß dir vilaine malen</span>
|style="vertical-align:top; white-space: pre;"|
Ein weib nach hubscheyt als ich sag
Müst haben eins weybs haupt von prag
Ein puschlein von einer von franckreich
Vnd zwey prüstlein von osterreich
Ein keln vnd ruck von prafant
Von koln weyber ir weysse hant
Zwey weysse füßlein dort her vom rein
Von peyern sol der siten sein
Vnd die red dort her von schwaben
So teten sie die frawen begaben
|style="vertical-align:top; white-space: pre;"|
'''A'''in hoöptlin von pechem
Vnd zway pristlen vo(n) swaben
Vn(d) ein leyblin vo(n) öst(e)nrich
Der ist sy wol vngeleich
Vnd ein arß vo(n) boland
Vn(d) ein payriß fud dauran
Vn(d) zway hendlach vo(n) prauvand
Vn(d) zway fiesslach vom rein
Das mag wol ein schienen fraw sein
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<ref>Das gesamte Gedicht ist geschwärzt und zum Teil schwer lesbar.</ref>Ein haut von pehaim lant
Vn(d) czway ermlein von prauant
Vn(d) czwai prustlein von swab(e)n her
Die ragen als ain sper
Vnd ain pauch von ost(e)reich
Der ist gancz schlecht vn(d) gleich
Vnd ain ars von polan
Vnnd ain pairische füt daran
Vnd zwen füs von dem rein
Das möcht wol ein hübsche jungfraw sein
|style="vertical-align:top; white-space: pre;"|
'''V'''on prag ein hawpt aus peha(i)m lant
Von fra(n)ckreich ein prust daran gesant
Von brabant zwei hendlin clar
Die nemen newr der seyden war
Zwai prüstlin von karnden her
Sie sind wechs recht als ein sper
Vnd ein pawch von ostereich
Der ist eben vnd geleich
Ein mündlin rot aus prewss(e)n gewachssen
Zwai aügen clar dort her von sachssen
Von meyssen zway armlein planck
Von swaben ein hübser minnesanck
Ein weissew chel von duringen
Ein gutes h(e)rz von sibenpurgen
Zu florencz einen wehen tritt
Die an der etsch haben hubssen sitt
Vnd ein ars von polan
Von pairn ein gute fut daran
Zwen fuß von koln am rein
Das möcht ein schone fraw gesein
|-
|}
==Verwandte Texte und Rezeption==
Eine lateinische Fassung liegt vor bei Heinrich Bebel, Proverbia, Nr. 151 ([https://books.google.de/books?id=dy4_YHYXKbAC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online]).
Eine frühe Abschrift der Version der Sterzinger Miszellaneen-Handschrift liegt vor bei Recueil von allerhand Collectaneis 9 (1720), S. 47 [https://doi.org/10.11588/diglit.23092 online].


== Anmerkungen ==
== Anmerkungen ==
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[[Kategorie:Quelle Obszönrede]]
[[Kategorie:Quelle Obszönrede]]
[[Kategorie:Quelle Priamel]]
[[Kategorie:Quelle Preisrede]]

Aktuelle Version vom 6. April 2026, 20:39 Uhr

Ein schone frawen zu beteuten; Die neun Merkmale einer schönen Frau

AutorIn Anon.
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 713, 47r (online)
Prag, Knihovna Nárondního muzea: Cod. X A 12, 2v (online)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 2.4. Aug. 2°, 41v (online)
München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 379, 218v (online)
München, Bayerische Staatsbibliothek: Clm 14574, 184r (online)
Sterzing, Stadtarchiv: Ohne Signatur, 33r (Sterzinger Miszellaneen-Handschrift, online)
Ausgaben Anonymus: Futilitates Germanicae medii aevi ad fidem codicum manu script, S. 7
Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae, S. 141f.
Eschenburg, Johann Joachim: Denkmäler altdeutscher Dichtkunst, S. 379f.
Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 93
Haltaus, Carl (Hg.): Liederbuch der Clara Hätzlerin, 2. Aufl., S. LXVIII; 411
Köhler, Reinhold: Zu dem Gedicht von Hans Sachs 'Die achtzehen Schön einer Jungfrauen', S. 32
Zingerle, Ignaz Vincenz: Bericht über die Sterzinger Miscellaneen-Handschrift, S. 321
Übersetzungen Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae, S. 142
Forschung Köhler, Reinhold: Zu dem Gedicht von Hans Sachs 'Die achtzehen Schön einer Jungfrauen'

Synopse der Überlieferung[1]

Cgm 713 Cod. X A 12 Cod. 2.4. Aug. 2° Cgm 379 Clm 14574 Sterzinger Miscellaneen-Handschrift
Ein schone frawen zu beteuten Von einer gar hubschisten frawen

Ein haupt von beheimer land Zwey weisse ermlein von prafant Vnd ein prust von swaben here Von kernten zwey tuttlein rag(e)nt als ein sper Vnd ein pauch von osterreich Der do wer slecht vnd gleich Vnd ein ars von polan Vnd ein peyerische fut doran Vnd zcwey fußlein von dem rein Das mocht wol ein schone frawe sein

Ain haubt von behmer lannd Zway weisse ärmlin von Prafand Ain prust von Schwab(e)n her Von kernten zway tüttlin ragend als ein sper Ain pauch von österreich Der wär schlecht vnd geleich Vnd ain ars von pollandt Auch ain bayrisch ·f· daran Vnd zway füsslen von dem rein Das möcht ain schöne fraw gesein Des kuß kalbs muoter fud die lidrin pfeiffen man muoß dir vilaine malen

Ein weib nach hubscheyt als ich sag Müst haben eins weybs haupt von prag Ein puschlein von einer von franckreich Vnd zwey prüstlein von osterreich Ein keln vnd ruck von prafant Von koln weyber ir weysse hant Zwey weysse füßlein dort her vom rein Von peyern sol der siten sein Vnd die red dort her von schwaben So teten sie die frawen begaben

Ain hoöptlin von pechem Vnd zway pristlen vo(n) swaben Vn(d) ein leyblin vo(n) öst(e)nrich Der ist sy wol vngeleich Vnd ein arß vo(n) boland Vn(d) ein payriß fud dauran Vn(d) zway hendlach vo(n) prauvand Vn(d) zway fiesslach vom rein Das mag wol ein schienen fraw sein

[2]Ein haut von pehaim lant Vn(d) czway ermlein von prauant Vn(d) czwai prustlein von swab(e)n her Die ragen als ain sper Vnd ain pauch von ost(e)reich Der ist gancz schlecht vn(d) gleich Vnd ain ars von polan Vnnd ain pairische füt daran Vnd zwen füs von dem rein Das möcht wol ein hübsche jungfraw sein

Von prag ein hawpt aus peha(i)m lant Von fra(n)ckreich ein prust daran gesant Von brabant zwei hendlin clar Die nemen newr der seyden war Zwai prüstlin von karnden her Sie sind wechs recht als ein sper Vnd ein pawch von ostereich Der ist eben vnd geleich Ein mündlin rot aus prewss(e)n gewachssen Zwai aügen clar dort her von sachssen Von meyssen zway armlein planck Von swaben ein hübser minnesanck Ein weissew chel von duringen Ein gutes h(e)rz von sibenpurgen Zu florencz einen wehen tritt Die an der etsch haben hubssen sitt Vnd ein ars von polan Von pairn ein gute fut daran Zwen fuß von koln am rein Das möcht ein schone fraw gesein

Verwandte Texte und Rezeption

Eine lateinische Fassung liegt vor bei Heinrich Bebel, Proverbia, Nr. 151 (online).

Eine frühe Abschrift der Version der Sterzinger Miszellaneen-Handschrift liegt vor bei Recueil von allerhand Collectaneis 9 (1720), S. 47 online.

Anmerkungen

  1. Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.
  2. Das gesamte Gedicht ist geschwärzt und zum Teil schwer lesbar.