Ein schone frawen zu beteuten

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Ein schone frawen zu beteuten; Die neun Merkmale einer schönen Frau

AutorIn Anon.
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 713, 47r (online)
Prag, Knihovna Nárondního muzea: Cod. X A 12, 2v (online)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: Cod. 2.4. Aug. 2°, 41v (online)
München, Bayerische Staatsbibliothek: Cgm 379, 218v (online)
München, Bayerische Staatsbibliothek: Clm 14574, 184r (online)
Sterzing, Stadtarchiv: Ohne Signatur, 33r (Sterzinger Miszellaneen-Handschrift, online)
Ausgaben Anonymus: Futilitates Germanicae medii aevi ad fidem codicum manu script, S. 7
Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae, S. 141f.
Eschenburg, Johann Joachim: Denkmäler altdeutscher Dichtkunst, S. 379f.
Euling, Karl: Das Priamel bis Hans Rosenplüt, S. 93
Haltaus, Carl (Hg.): Liederbuch der Clara Hätzlerin, 2. Aufl., S. LXVIII; 411
Köhler, Reinhold: Zu dem Gedicht von Hans Sachs 'Die achtzehen Schön einer Jungfrauen', S. 32
Zingerle, Ignaz Vincenz: Bericht über die Sterzinger Miscellaneen-Handschrift, S. 321
Übersetzungen Classen, Albrecht/Dinzelbacher, Peter: Futilitates Germanicae Medii Aevi redivivae, S. 142
Forschung Köhler, Reinhold: Zu dem Gedicht von Hans Sachs 'Die achtzehen Schön einer Jungfrauen'

Synopse der Überlieferung[1]

Cgm 713 Cod. X A 12 Cod. 2.4. Aug. 2° Cgm 379 Clm 14574 Sterzinger Miscellaneen-Handschrift
Ein schone frawen zu beteuten Von einer gar hubschisten frawen

Ein haupt von beheimer land Zwey weisse ermlein von prafant Vnd ein prust von swaben here Von kernten zwey tuttlein rag(e)nt als ein sper Vnd ein pauch von osterreich Der do wer slecht vnd gleich Vnd ein ars von polan Vnd ein peyerische fut doran Vnd zcwey fußlein von dem rein Das mocht wol ein schone frawe sein

Ain haubt von behmer lannd Zway weisse ärmlin von Prafand Ain prust von Schwab(e)n her Von kernten zway tüttlin ragend als ein sper Ain pauch von österreich Der wär schlecht vnd geleich Vnd ain ars von pollandt Auch ain bayrisch ·f· daran Vnd zway füsslen von dem rein Das möcht ain schöne fraw gesein Des kuß kalbs muoter fud die lidrin pfeiffen man muoß dir vilaine malen

Ein weib nach hubscheyt als ich sag Müst haben eins weybs haupt von prag Ein puschlein von einer von franckreich Vnd zwey prüstlein von osterreich Ein keln vnd ruck von prafant Von koln weyber ir weysse hant Zwey weysse füßlein dort her vom rein Von peyern sol der siten sein Vnd die red dort her von schwaben So teten sie die frawen begaben

Ain hoöptlin von pechem Vnd zway pristlen vo(n) swaben Vn(d) ein leyblin vo(n) öst(e)nrich Der ist sy wol vngeleich Vnd ein arß vo(n) boland Vn(d) ein payriß fud dauran Vn(d) zway hendlach vo(n) prauvand Vn(d) zway fiesslach vom rein Das mag wol ein schienen fraw sein

[2]Ein haut von pehaim lant Vn(d) czway ermlein von prauant Vn(d) czwai prustlein von swab(e)n her Die ragen als ain sper Vnd ain pauch von ost(e)reich Der ist gancz schlecht vn(d) gleich Vnd ain ars von polan Vnnd ain pairische füt daran Vnd zwen füs von dem rein Das möcht wol ein hübsche jungfraw sein

Von prag ein hawpt aus peha(i)m lant Von fra(n)ckreich ein prust daran gesant Von brabant zwei hendlin clar Die nemen newr der seyden war Zwai prüstlin von karnden her Sie sind wechs recht als ein sper Vnd ein pawch von ostereich Der ist eben vnd geleich Ein mündlin rot aus prewss(e)n gewachssen Zwai aügen clar dort her von sachssen Von meyssen zway armlein planck Von swaben ein hübser minnesanck Ein weissew chel von duringen Ein gutes h(e)rz von sibenpurgen Zu florencz einen wehen tritt Die an der etsch haben hubssen sitt Vnd ein ars von polan Von pairn ein gute fut daran Zwen fuß von koln am rein Das möcht ein schone fraw gesein

Anmerkungen

  1. Abkürzungen werden in () aufgelöst; Nachträge werden gekennzeichnet (\von unten/, /von oben\, |von der Seite|); hochgestellte Vokale werden in den Fließtext übernommen; Vereinheitlichung unterschiedlicher s-Formen zu s, Beibehaltung von ß; grundsätzliche Kleinschreibung, Großschreibung nur bei Versmarkierung beibehalten (und ggf. vereinheitlicht); ggf. Einfügen von Zeilenumbrüchen bei Versgrenzen; ӱ → y; ë → e; ẅ → w; v̈ → v.
  2. Das gesamte Gedicht ist geschwärzt und zum Teil schwer lesbar.