Bärmann, Michael: Guardion vnd closters kind

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Zitation

Bärmann, Michael: "Guardion vnd closters kind": Ein Eintrag zu Johannes Pauli im Anniversarbuch des Freiburger Franziskanerklosters. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 60 (2004), S. 209-214

Beschreibung

Der Aufsatz baut auf Bärmann, Michael: Johannes Pauli in Freiburg auf und beschäftigt sich mit chronikalen Quellen zu Johannes Paulis Beschäftigung als Guardian am Freiburger Barfüßerkloster. Eine Fortsetzung findet der Aufsatz in Bärmann, Michael: Nochmals: Ein Eintrag zu Johannes Pauli im Anniversarbuch des Freiburger Franziskanerklosters.

Inhalt

  • Mit der bislang unberücksichtigten Quelle – einer Notiz im Anniversarienbuch des Freiburger Barfüßerkonvents – lässt sich Paulis Tätigkeit als Guardian genauer fassen (210).
  • Der Eintrag vom 21.11. (Freiburger Stadtarchiv, Pergamentcodex B 1, Nr. 186, alte Signatur: IX KH e 2) lautet:
  • “Am sontag vor oder nach sant elßbeten tag mit vigily vnd am moentag mit dem seelampt sollen wir Jarzyt begon der erberen witwen elßbeth heymbringerin cuonratz irs elichen mans ir bayder vatter vnd muoter Darumb hatt sy geben hundert guldin fur ain frye gab bruder johannj paulj guardion vnd closters kind, hye sind die kumen on die libery / conuent stuben vnd on die nwen antiffner vnd ander bow vnd besserumb ditz gotzhuß Anno .1.4.0.2.“ (210).
    • Irritierend ist die Jahresangabe, die sich ggf. auf eine zweite Person namens Johannes Pauli bezieht (210).
    • Wahrscheinlicher ist ein Schreibfehler, der auf das späte Schreibdatum im späten 15. Jahrhundert zurückführen lässt (211), so dass die Konjektur 1.5.0.2. nahe liegt und die Notiz sich tatsächlich auf den Autor von Schimpf und Ernst bezieht (212).
    • Dafür spricht auch die Verwendungsweise des Stiftungskapitals für die Bibliothek, die literarische Interessen des Guardians belegen (212).
    • Der Stifterinnenname „elsbeth heymbringerin“ könnte eine Variante des Familiennamens Heimbürge sein, ein begütertes Geschlecht im Villinger Raum (212).
    • Da Pauli 1490-1494 in Villingen als Prediger wirkte, könnte damit die Stiftung durch die Villinger Franziskaner vermittelt worden sein (213).