Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)

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Buch der natürlichen Weisheit; Speculum sapientiae

AutorIn Ulrich von Pottenstein
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Basel, Universitätsbibliothek: Cod. F II 31a
Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 459
Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 641
Berlin, Staatsbibliothek: Mgq 38
Erlau / Eger (Ungarn), Erzdiözesanbibliothek: Cod. U2. III. 3 (früher B V 6)
Herzogenburg, Stiftsbibliothek: Cod. 369
Klagenfurt, Bischöfliche Bibliothek: Cod. XXXI b 24
London, British Library: MS Egerton 1121
Melk, Stiftsbibl., Cod. 437 (88; B 55)
Melk, Stiftsbibliothek: Cod. 551 (961)
München, Staatsbibliothek: Cgm 254
München, Staatsbibliothek: Cgm 340
München, Staatsbibliothek: Cgm 583
München, Staatsbibliothek: Cgm 584
München, Staatsbibliothek: Cgm 9602
München, Staatsbibliothek: Clm 30069
New Haven (Conn.), Yale University, Beinecke Rare Book and Manuscript Library: MS 653
Princeton (New Jersey), University Library, Cotsen Children's Library (CTSN): 40765
Schlägl, Stiftsbibliothek: Cpl. 93 (Kat.-Nr. 185)
Stockholm, Königliche Bibliothek: Cod. X 537
Warschau, Nationalbibliothek: Cod. 8033 III
Wien, Österreichische Nationalbibliothek: Cod. 12645
Druck Augsburg 1490: Anthonio Sorg (GW 7896, online)
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Einhorn, Jürgen Werinhard: Der Bilderschmuck der Handschriften und Drucke zu Ulrichs von Pottenstein 'Buch der Natürlichen Weisheit'

Inhalt

Vorrede

Buch I: Nun heben wir vnser buch an vnd schreiben des ersten von dem laster der vnweisen torheit das der ersten angeltugent der weißheit widerwertige ist

I, 1: Lernen allzeit vnd in den letsten zeiten hab den größten fleiß weißeit ze leren. (vgl. Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Erzählstoff))
I, 2: Der mensch ist im selber gar zenichten on weißheit. (vgl. Adler und Sonne (Erzählstoff))
I, 3: Ware weißheit ist die dye mit einfaltiger vnschuld gezieret ist. (vgl. Rabe, Fuchs und Affe (Erzählstoff))
I, 4: Nütze die pesten ding mit weißheit. vnnd sihe vnnd merck mit ir alle ding nach der zeit vnd nach der stat vnd tuo alle ding mit maß. (vgl. Ameise und Grille (Erzählstoff))
I, 5: Als lang vnd du totlich bist so bis allentthalben in wachen. (vgl. Scheintoter Fuchs und Rabe (Erzählstoff))
I, 6: Sihe wo du deinen fuose hinsetzest. vnd zweiffel in gar sichern dingen. (vgl. Spinne und Fliege (Erzählstoff))
I, 7: Mit sicher purd gee alzeit leidenlich. (vgl. Maus und Schnecke (Erzählstoff))
I, 8: Den anckhen deyner hofnung hefft allein in die immerwerende ewige güter. (vgl. Wal und Schiffer (Erzählstoff))
I, 9: Hab allein das ewige lieb das gerewet dych sicher nymmer. (vgl. Fuchs und Affe I (Erzählstoff))
I, 10: Wo vil rates ist do ist auch vil heils. (vgl. Ameise und Fuchs (Erzählstoff))
I, 11: Gedenck alle ding mit wolgedewtem eintruck en ee vnd du sy thuost. (vgl. Ochse und Schwein (Erzählstoff))
I, 12: Gee in allen dingen mit schwären vnnd geordneten siten. (vgl. Pferd und Ochse (Erzählstoff))
I, 13: Bis schnäll zuo hören. vnd träg zeglauben. (vgl. Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Erzählstoff))
I, 14: Hab lieb rüe des herczens. vnnd fleuhe den müssigang. (vgl. Ochse und Wolf I (Erzählstoff))
I, 15: Rede wolgelerter vnd bis begirig zvo hören. (vgl. Rabe und Frosch (Erzählstoff))
I, 16: Schrey nit vast vnd thuo doch vil. (vgl. Löwe, Esel und Wölfe (Erzählstoff))
I, 17: Mässiges gelück das waltet grosses heiles. (vgl. Sonne und Merkur (Erzählstoff))
I, 18: Verschmähe niemant vnnd erzaig yederman pilliche ere. (vgl. Löwe und Maus (Erzählstoff))
I, 19: Hab menigklichen lieb. Hab lüczel geheyme. Bis menigklichem getrew. (vgl. Igel und Natter (Erzählstoff))
I, 20: Thuo dein hercz in haubte nöten allein einem erwölten menschen alldo auff. (vgl. Rabe und Taube I (Erzählstoff))
I, 21: Großmütige gedult vberwindet alles vbel. (vgl. Weizenkorn und Stein (Erzählstoff))
I, 22: Bis allzeit genaigett zu barmhertzigkeit. (vgl. Bär und Taube (Erzählstoff))
I, 23: Hast du niemant belaidet vor dem besorg dych allzeit. (vgl. Fuchs und Schlange (Erzählstoff))
I, 24: Mit einem außerwölten gesellen soltu handlen oder geen. (vgl. Fuchs als Pilger (Erzählstoff))
I, 25: Bis wolgeschickt in allen dingen. (vgl. Ohr, Natur und Auge (Erzählstoff))
I, 26: Der höchsten vestigkeyt beystendigkeyt besteet dich in allen dingen. (vgl. Drei Steine (Erzählstoff))
I, 27: Ein gutter leumunde grunet allzeit in den vier angeltugenten. (vgl. Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Erzählstoff))

Buch II: Also endet sich daz erste buch von der edelen weißheit. Vnd hebet sich an das ander buch von der andern angeltugent das ist die großmütigkeit wyder daz laster der hoffart

II, 1: Hie hebt sich an das ander buch vnnd saget von dem gut der demütigkeit wider daz vbel der hoffart. (vgl. Luft und Erde (Erzählstoff))
II, 2: Dye geleichnuß istt wider die uberwertigen aufpläer. (vgl. Seele und Leib (Erzählstoff))
II, 3: Dye gleichnuß istt wider die die grosser dinge wöllent wirdig sein. (vgl. Bock und Igel (Erzählstoff))
II, 4: Die geleichnus ist wider die türstigen türrer. (vgl. Strauß und Henne (Erzählstoff))
II, 5: Dise geleychnuß istt wider die künen. (vgl. Pferd und Maulesel (Erzählstoff))
II, 6: Dyse geleichnuß ist wyder dye hoffertigen die sich got dez almächtigen geleichend. (vgl. Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Erzählstoff))
II, 7: Dyse geleichnuß ist wider die dye besunderlich für ander leüt wöllent gesehen werden und gesellschaft haben in übermuot. (vgl. Spatz und Biene (Erzählstoff))
II, 8: Merck die geleichnuse ist wider die dye mainend sy seyen von in sellber und wöllend ir selbs sein. (vgl. Wille und Vernunft (Erzählstoff))
II, 9: Ein geleichnuß dye ist wider dye die frei und ledig wöllen sein unnd keinen herrn habend. (vgl. Schaf und Hirsch (Erzählstoff))
II, 10: Dyse geleichnuß ist wider die begir des herzschens. (vgl. Begierde und Verstand (Erzählstoff))
II, 11: Dyse geleichnuß ist wider dye begir der wirdigkeyt. (vgl. Bär, Fuchs und Hirschkuh (Erzählstoff))
II, 12: Dyse geleichnuß ist wider dye begier weltlicher höhe. (vgl. Wolke und Erde (Erzählstoff))
II, 13: Dyse geleichnuß ist wider ddie die sich groß und hoch wegen wann sy hoch gesetzt seind. (vgl. Ameise, Nachtigall und Biene (Erzählstoff))
II, 14: Ein geleichnuß wyder die dye die armen vermähent als bald von sy erhöcht werden. (vgl. Schilfrohr und Zuckerrohr (Erzählstoff))
II, 15: Dyse geleichnuß ist wider die güffter die sich irer kunst und maysterschaft rümend und auch darvon geüdend. (vgl. Fuchs und Hahn (Erzählstoff))
II, 16: Dyse geleichnuß ist wider die dye sich ires gespräches rümend. (vgl. Frosch und Aal (Erzählstoff))
II, 17: Merck dise geleichnuse ist wider die dye sich irer freünde trösten der sy vil habend und tuont darauf übel. (vgl. Zwei Fische (Erzählstoff))
II, 18: Dyse geleichnuß ist wider die die sich in hoffart rümend unnd sich trösten irer sterck. (vgl. Einhorn und Rabe (Erzählstoff))
II, 19: Ein geleichnuß wyder die dye sich ires Adels rümendt. (vgl. Maulpferd und Maulesel (Erzählstoff))
II, 20: Ein geleichnuß wyder dye dye sich ires reichtumbs rümend. (vgl. Affe und Fuchs I (Erzählstoff))
II, 21: Ein geleichnuß wyder dye die erwirdige wöllend gesehen werden vor menigklichen. (vgl. Pfau und Igel (Erzählstoff))
II, 22: Dyse geleichnuß ist wyder dye die in ruome wöllent gesehen werden und sich des freüent und seind doch nichssen an in selber. (vgl. Strauß und Rabe (Erzählstoff))

II, 23: Dise geleichnuß istt wyder die die außwendig erscheynend on innwendiges wesen. (vgl. Dornbusch und Feigenbaum (Erzählstoff)) II, 24: Die geleichnuß ist wider die dye außwendig erscheinend on innwendiges wesen. (vgl. Firmament und Saturn (Erzählstoff)) II, 25: Ein geleichnuß wyder die dye sich rüment der gestalt ires flaisches. (vgl. Pfau und Rabe (Erzählstoff)) II, 26: Ein geleichnuß wyder die dye sich irer klaren stymm rümend. (vgl. Rabe und Nachtigall (Erzählstoff)) II, 27: Dyse geleichnuß ist wider dye die begern dz sy mit liebkosen vonn den andern gelobet werden. (vgl. Rabe und Fuchs I (Erzählstoff)) II, 28: Dise geleichnuß istt wider die die sich selber lobend. (vgl. Hahn und Rabe (Erzählstoff)) II, 29: Dise geleichnuß istt wider die neidigen. (vgl. Affe und Waldesel (Erzählstoff)) II, 30: Dyse geleichnuß ist wider die dye die andern verunleümbden an iren eren. (vgl. Taube und Kotlache (Erzählstoff))